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26. April 2007

Netzwerk Freies Wissen verurteilt Beschluss zur EU-Richtlinie IPRED2 aufs Schärfste

Heftige Kritik an der gestern durchgewunkenen kommt vom Netzwerk Freies Wissen. Gestern wurde vom Europäischen Parlament die Richtlinie IPRED2 zur Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte beschlossen worden. Trotz zahlreicher Änderungsanträgen wurde das Gesetz quasi unverändert übernommen.

Kritisiert wird analog zu den externer Link in neuem Fenster folgtVorwürfen der Grünen, dass das Gesetz sehr unpräzise gehalten sei und nicht ausreichend zwischen privaten und gewerblichen Urheberrechtsverletzungen unterscheide. Julian Finn, Urheberrechtsexperte des Netzwerkes Freies Wissen:

"Diese Bestimmungen sind ein herber Schlag, vor allem gegen die jüngere  Generation. Insbesondere die Rechtsunsicherheit, die hier durch schwammige Formulierungen geschaffen wurde, wird zu fatalen Konsequenzen für die Internetkultur in Europa führen."

Auch die Kriminalisierung von Millionen Tauschbörsennutzer wird massiv kritisiert:

"Diese Richtlinie zielt auch auf Jugendliche, für die privates Tauschen seit Jahren zum Alltag gehört. Weil die einen eine Generation nicht verstehen und die anderen ihre überholten Geschäftsmodelle sichern wollen, wird den Schulhöfen der Krieg erklärt. Das darf nicht sein".

Das Netzwerk hatte zusammen mit der FairSharing-Kampagne schon im Vorfeld dazu aufgerufen, EU-Parlamentarier per Mail zu kontaktieren und fordert Bürger dazu auf, dies im Hinblick auf eine zweite Lesung auch externer Link in neuem Fenster folgtweiterhin zu tun.

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