gullinews am Montag, 16.06.2008 02:40 Uhr
Comcast und andere Providerriesen haben die Macht und die Infrastruktur, um an der Bandbreite von Internetnutzern rumzuregeln. Wenn denen eine Nutzung nicht passt, beispielsweise exzessives Nutzen von peer-to-peer Software, so wird der Anschluss einfach in der Bandbreite diskriminiert. Comcast plant bereits Software, die es auch andern Netzprovidern möglich macht "schwarze Schafe" zu identifizieren. Die Antwort von Google ist einfach, wie einleuchtend: der "Krieg" um Bandbreite und damit verbunden der Netzneutralität soll sich am Kunden entscheiden, nicht auf dem Parkett der Politik. Denn die Gegner der Netzneutralität hätten "Taschen voller Geld und gute Verbindungen zu Washington".
So sagte Google Senior Policy Director Richard Whitt am Freitag in San Francisco. Er sagte, dass die Kräfte, die gegen sie wirken, durchaus real seien. Gegen die Serviceprovider möchte Google Werkzeuge entwickeln, mit denen Nutzer Kontrolle darüber bekommen, wie mit ihrer Internetverbindung umgegangen wird. Außerdem würde die Regulierung von Breitbandanschlüssen vor allem die Innovationsfähigkeit von Softwareentwicklern beeinträchtigen. Weiter argumentiert Whitt, dass "stets unklar sei, was Internetprovider mit den Verbindungen der Nutzer anstellt".
Über Funktionsweise und Bereitstellungsoptionen ließ Whitt nichts verlauten. Bekannt aber sei, dass Googleingenieure schon länger an der Entwicklung arbeiten.
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Tdb am 16.06.2008 23:54:25: |
Strobl am 17.06.2008 04:04:17: |
edi2xs am 17.06.2008 19:25:59: |