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24. März 2008

Network Solutions sperrte Website von Geert Wilders

Die Website des kontroversen niederländischen Politikers Geert Wilders, der mit der eigenen Partei "Partij voor de Vrijheid" im Jahr 2006 mit insgesamt neun Sitzen ins Parlament einzog, wurde jetzt vom US-Provider Network Solutions gesperrt. Wilders wollte auf der Website für seinen geplanten Film "Fitna" Werbung machen. Der Provider sperrte den Zugang zu fitnathemovie.com und führt diesbezüglich weitere Untersuchungen durch. Wegen der antiislamistischen Propaganda befürchtet man einen Verstoß der firmeneigenen Benutzerregeln.

Network Solutions gab in eine Erklärung bekannt, bei ihnen wären zahlreiche Hinweise und Beschwerden eingegangen. Der rechtsliberale Politiker Wilders will in seinem Kurzfilm Propaganda gegen den Islam verbreiten. Auch die YouTube-Sperre in Pakistan im Vormonat wird teilweise dem niederländischen Politiker angelastet.

Die pakistanische Regierung befürchtete, es könnte aufgrund des Trailers zu Fitna zu weiteren Gewaltausbrüchen und Demonstrationen kommen. Der Iran forderte von der niederländischen Regierung sogar ein Verbot des Anti-Koran-Films. Wilders hatte den Koran früher unter anderem mit Hitlers "Mein Kampf" verglichen und wollte diesen verboten sehen. In seinem Film will er in Wort und Bild darstellen, was er genau aussagen möchte. Das Justizministerium prüft zurzeit alle Möglichkeiten, um eine Verbreitung des Films unmöglich zu machen. Mehrere Minister sollen ihn im Vorfeld verwarnt haben. Ähnlich wie bei Salman Rushdies Buchveröffentlichung, oder den Cartoons der dänische Zeitung "Jyllands-Posten" sorgen sich die Politiker darum, dass extremistische islamische Kräfte diesen Film als Anlass nehmen könnten, um erneut die Massen in Bewegung zu setzen. Derweil wurde das Sicherheitsteam rund um Wilders verstärkt, man sucht ebenfalls nach einem sicheren Aufenthaltsort. Die Polizei in Amsterdam befragte im Vorfeld alle muslimischen Gemeinschaften, wie sie auf eine solche Veröffentlichung reagieren werden. Auch auf diplomatischer Ebene wurden zahlreiche Schritte eingeleitet. Einerseits informiert man und distanziert sich andererseits rundweg von den Inhalten dieses Propagandafilms. Alle holländischen TV-Sender verweigern die Ausstrahlung des Films, Wilder plant notfalls eine Verbreitung per DVD-Versand.

Würde es tatsächlich zu Aufständen kommen, hat der rechte Politiker im Grunde nur erreicht, was er wollte. Die Washington Times zitierte die Verlautbarung von Stephen Suleyman Schwartz, dem Direktor des Zentrums für islamischen Pluralismus. In seinem Statement ruft er dazu auf, die Provokation einfach komplett zu ignorieren. Wilders kann in Filmen zeigen was er will und die Muslime haben das Recht das zu ignorieren, schrieb er.

(Via Heise & DanielPipes.org, thx!)

  • 30 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von ErichG Jeder sollte sich erst mal den Film ansehen, bevor er für oder gegen etwas ist. Fitna der Film Fitna der Film (in english) ... lg ErichG Trotz deiner schönen Rede biste ein Punkteschnorrer @ Topic: der Film ist jetzt gar nicht mal so schlecht, aber er verallgemeinert wie bei solchen Werken halt üblich die ganze Zeit lang, das es auch liberale Muslime mit ...

  • zresu: Genau das ist das Problem. Danke. Zitat: Zitat von achi Ein Buch welches vor 1500 Jahren geschrieben wurde gilt immer noch als Richtschnur, und zwar wenn man es genau auslegt, als einzige, sowohl was das theologische als auch das politische sowie juristische betrifft. Zitat: Zitat von Wikipedia Der Islam ist nicht allein eine Religion, sondern zugleich ein in ...

    Schattenspieler am 01.04.2008 00:12
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