Antina Michels studierte europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft. Sie ist zudem an der Organisation des Netlabelfestivals Berlin beteiligt. Ihr Interesse für Soziale Netze und Kulturwissenschaften verbindet sich nun in dem Buch "Netlabels - Soziale Netze on- und offline". Über das Buch erfährt man: "Das Phänomen Netaudio wird erstmals aus ethnologischer Sicht untersucht. Anhand ihres vielfältigen empirischen Materials stellt Antina Michels anschaulich dar, auf welche Art und Weise Netaudio produziert, wofür Netlabels genutzt werden und wie deren Akteure in lokalen und transnationalen Netzwerken kommunizieren und kooperieren."
Antina Michels konzentriert sich in ihrer Darstellung drauf, wie Netlabels kommunizieren und sich miteinander national und transnational vernetzen - und somit einen Gegenentwurf zu etalierten Strukturen der Musikindustrie aufbauen. Dabei betrachtet sie die zwei Berliner Netlabels Pentagonik und Pulsar genauer.
Es handelt sich um eine der ersten tatsächlich wissenschaftlich fundierten Studien zum Thema Netlabels. Einen weiteren Vorstoß in diese Richtung machte letztes Jahr der Forscher Patryk Galuszka vom Max-Planck-Institut, indem er das Phänomen Netlabels empirisch zu erfassen versuchte. Letztere Studie befindet sich nach wie vor in Bearbeitung, Teilergebnisse jedoch wurden schon veröffentlicht (gulli:news berichtete).
Antina Michers wird ihr Buch morgen auf dem Cologne Commons Festival in Köln erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Momentan befindet sich das Werk noch in der Endphase der Produktion, kann dann aber in Buchform gekauft werden, oder jetzt schon kostenlos heruntergeladen werden. (020200)
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gullinews am 11.06.2009 21:26:07: |