NASA-Hacker: Geständnis in Großbritannien soll ihn vor der Auslieferung schützen

gullinews am Dienstag, 13.01.2009 12:42 Uhr (Rating: RatingRatingRating)

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NASA-Hacker Gary McKinnon soll für seine Einbrüche in die Rechner mehrerer US-Behörden (insgesamt soll er in 97 Computer eingedrungen sein), bei denen er nach eigenen Angaben nach Beweisen für die Existenz von UFOs suchte, an die USA ausgeliefert werden. Davor allerdings hat der Hacker, der unter dem Asperger-Syndrom, einer milderen Variante des Autismus, leidet, große Angst. Daher suchte er nach Möglichkeiten, der Auslieferung zu entgehen, und konnte auch zahlreiche Fürsprecher in diesem Bemühen gewinnen. Nun hat McKinnon möglicherweise einen Weg gefunden: Wahrscheinlich wird er sich in Großbritannien schuldig bekennen, um seine Strafe dort zu verbüßen.

Wie nun bekannt wurde, schickte McKinnons Anwältin, Karen Todner, der Staatsanwaltschaft bereits im Dezember vergangenen Jahres ein Schreiben, aus dem hervorgeht, dass sich McKinnon schuldig bekennen wird, wenn ihm in Großbritannien ein Verfahren nach dem Computer Misuse Act (CMA) gemacht wird.

Der CMA wird nach Ansicht Todners für McKinnon in einer geringeren Strafe als ein Verfahren in den USA resultieren, wo er wegen der Beschädigung militärischer Systeme angeklagt würde, was mit einer Haftstrafe von bis zu 70 Jahren enden könnte. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens Todners und gab an, man würde über das Angebot nachdenken.

McKinnon empfindet den Gedanken an eine Auslieferung in die USA als große psychische Belastung. Einerseits müsste er dazu sein gewohntes Umfeld vollkommen hinter sich lassen, was gerade für jemandem mit seinem Krankheitsbild sehr problematisch ist. Andererseits fürchtet er auch schlechte Behandlung durch die amerikanischen Behörden; früher hegte er sogar die Befürchtung, nach Guantanamo gebracht und dort inhaftiert zu werden. (Annika Kremer)

(via CNET News, thx)

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15 Reaktionen aus dem gulli:Board

Krutius am 13.01.2009 19:47:44:
naja, für jemanden mit dem Asperger Syndrom(wie ich), ist es sehr schwierig ein vertrauensverhältniss aufzubauen. an paranoia grenzende vorsicht, ist die regel, und nichts ist wichtiger als ein geregeltes umfeld auf dass man sich verlassen kann. Eine auslieferung in die USA, nun, würde tatsächl...

mete_ am 13.01.2009 19:59:09:
man sagt auch nicht grundlos, das vermutlich unter den hackern sehr viele mit Asperger Syndrom sind. Hab ich mir auch gedacht, als ich mich eben genauer dazu belesen hab. Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitung...

Krutius am 13.01.2009 20:47:43:
jop zudem dass das Asperger Syndrom noch meistens Hand in Hand mit ner hochbegabung sowie einer extremen spezialisierung geht. auch wirst du die wenigsten AS leute auf der strasse erkennen. Die meisten lernen recht früh sich (äusserlich) unauffällig zu verhalten, und auch wenn wir immer noch au...

 

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