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03. April 2007

NASA-Hacker Gary McKinnon droht Auslieferung in die USA und 45 Jahre Knast

Gary McKinnon, der seit 2005 gegen die drohende Auslieferung an die USA kämpft, schwimmen die letzten Felle weg. Wegen Einbruch in zahlreiche Rechnernetze des US-Militärs und der NASA verlangen die USA die Auslieferung des Briten. Die letzte Eingabe McKinnons wurde abgelehnt, eine Berufung ist nicht mehr möglich. Allenfalls das britische Oberhaus könnte die Auslieferung nun noch verhindern.

Wenn er ausgeliefert würde, drohten McKinnon Untersuchungshaft von unbekannter Länge, anschließend eine Haftstrafe, die sich in der Größenordnung von 45 Jahren bewegen könnte und die er nicht in Großbritannien, sondern in den USA absitzen müsse, so seine Verteidiger. Mit einer Freilassung auf Kaution sei in den USA ebenso nicht zu rechnen. Die britischen Richter entschieden nun, dass dies keine gültigen Gründe für eine erneute Berufung seien, Innenminister John Reid stimmte der Auslieferung zu.

McKinnons letzte Chance liegt nun in der Anrufung des House of Lords, dem britischen Oberhaus des Parlaments. McKinnons Anwälte sehen dort noch die Aussicht, dass angesichts des öffentlichen Interesses der Gerichtsbeschluss aufgehoben wird und McKinnon nicht ausgeliefert werden muss. Der Hacker, der seit einiger Zeit durch die Anstrengungen der Verfahren erkrankt ist, befürchtete eine Anklage als Terrorist oder die Haft in Guantanamo.

Seine Anwälte stützen sich auf Aussagen von US-Behörden, aus deren Kreis unter anderem der Satz "Er wird geröstet" gefallen sein soll. Der britischen Regierung sei zwar von den USA zugesagt worden, McKinnon fiele nicht unter die "Military Order Number One", die Präsident Bush die Möglichkeit gibt, Verdächtige praktisch unbegrenzt lange in Haft zu halten, die Garantie, dass McKinnon im Fall der Auslieferung nicht unter Militärgerichtsbarkeit gestellt wird, ist laut McKinnon nicht unterschrieben worden und damit "das Papier nicht wert, auf der sie steht".

McKinnon ist zwischen 2001 und 2002 in zahlreiche Rechnernetze des US-Militärs und der NASA eingedrungen und soll dabei Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar verursacht haben. Er gab hingegen an, nur in erbärmlich schlecht abgesicherte Rechner eingedrungen zu sein, um nach Belegen für den Kontakt der Militärs zu Außerirdischen zu forschen.

  • Das habe ich auch irgentwo gelesen !

    Urs Vac am 04.04.2007 21:07
  • Kann der denn niergends Asyl beantragen. Das ganze ist ein Politikum und hat mit dem Strafbestand echt nicht viel zu tun. US-Gesetze sollten nicht auf der ganzen Welt gültig sein. Und einfach so jemanden ins Verderben auszuliefern finde ich kriminell. Die USA will ja nur ein Exempel an ihm statuieren. Dass England ihn der USA zum Frass vorwerfen möchte ist auch ein Politikum. Ich bin dafür das Gary McKinnon Asyl bekommen soll, denn er wird ...

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