gulli: Myspace: Spamversand kostet Verursacher 230 Millionen Dollar
14. Mai 2008

Myspace Spamversand kostet Verursacher 230 Millionen Dollar

Das Soziale Netzwerk MySpace hat vom US-Bundesgericht in New York 230 Millionen Dollar Entschädigung zugesprochen bekommen - ihre User wurden in der Vergangenheit mit zahlreichen unerwünschten Werbemails überflutet. Das aktuelle Urteil dürfte die höchste Schadenssumme beinhalten, die je gegen Spamschleudern ausgesprochen wurde. Vor Gericht waren zwei Geschäftsmänner angeklagt worden, die in der Branche bereits als "Spamford" und "Spam King" tituliert wurden.

MySpace wie auch viele andere Opfer erhoffen sich von diesem Urteil eine stark abschreckende Wirkung.

Verurteilt wurden zwei der prominentesten amerikanischen Geschäftsmänner in diesem Genre, die bis zu 30 Millionen Junkmails pro Tag verschickt haben sollen. Sanford Wallace und Walter Rines sind zu der Anhörung am Montag gar nicht erst erschienen. Auch wenn es problematisch werden könnte die erstrittene Summe einzutreiben, so bezeichnet das Management von Myspace das Urteil dennoch als "Markstein". Die Community werde weiterhin für die Bestrafung derjenigen sorgen, die gegen geltende Gesetze verstoßen.

Zeitweise soll eine der zahlreichen Firmen von Sanford Wallace in den 1990ern für 80 Prozent aller Spam-Mails im Netz verantwortlich gewesen sein, er wurde deswegen schon häufiger gerichtlich belangt. Walter Rines wurde bereits im November 2006 für die Verbreitung von Spyware verseuchten Programmen von der Federal Trade Comission (FTC) verklagt. Sein "Spy Deleter" kostete ihn im Verlauf einer außergerichtlichen Einigung 50.000 US-Dollar. Die FTC war vor zwei Jahren ebenfalls gegen seinen Mitstreiter vorgegangen und verhängte damals eine Strafe von vier Millionen Dollar.

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