gullinews am Freitag, 16.05.2008 18:45 Uhr
Diese Begebenheit ereignete sich nicht primär in der virtuellen Welt sondern in einer von Lori Drew erschaffenen Scheinwelt, diese hatte sich mit völlig falschen Angaben angemeldet. Laut dem erstellten Profil wäre sie 16 Jahre alt und männlich. Über die Zeit hinweg entstand über die Community eine sehr enge Beziehung zu Megan Meier. Die Emotionen kochten bei dem Mädchen hoch, als die Beziehung schließlich beendet wurde. Es ist bis heute unklar, aus welcher Motivation heraus sich die 49 Jährige unter Vorgabe falscher Tatsachen anmeldete, zunächst die Nähe zu dem Teenager suchte, um dann die virtuelle Beziehung zu beenden.
Im Jahr 2006 schlug dieses Ereignis weltweit Schlagzeilen. Verstärkt wurde die öffentliche Empörung durch die Tatsache, dass dem Suizid keine juristischen Konsequenzen folgten. Den Vertretern des US-Bundesstaates war nicht klar, warum sie Anklage erheben sollen oder welche Gesetze eine etwaige Anklage untermauern würden. Dem Staatsanwalt Thomas P. O'Brien kam nun jedoch die Idee, die Anklage auf Paragrafen aus Hacker-Prozessen zu stützen. Dazu zähle zum einen der Betrug an MySpace, durch die Angabe falscher Daten, sowie dem unerlaubten Zugriff auf geschützte Computer. O'Brien dazu: "Wenn eine erwachsene Frau das Internet, insbesondere soziale Netzwerke dazu missbraucht, ein junges Mädchen zu drangsalieren, dann müsste diese auch damit rechnen, dass dies weit reichende Konsequenzen haben können."
MySpace selbst kooperierte vorbehaltlos im Rahmen der Ermittlungen mit den Behörden, dem Verhalten der älteren Frau brachte man kein Verständnis entgegen und bezeichnete dieses als Cyber-Tyrannei.
(Autor: gS-)
(Via BBC News, thx!)
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am 18.05.2008 02:50:53: |
ausgechillt am 18.05.2008 04:27:42: |
titus_shg am 18.05.2008 09:52:55: |