gulli: MySpace Gründer: Tom Anderson hackte sich als Teenager in die Chase Manhattan Bank

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01. September 2008

MySpace Gründer Tom Anderson hackte sich als Teenager in die Chase Manhattan Bank

Das Nachrichtenportal Techcrunch hat im letzten Jahr herausgefunden, dass der Co-Gründer von MySpace, Tom Anderson, in Wirklichkeit 37, anstelle der angegebenen 32 Jahre alt ist. Nun haben die Journalisten aufgedeckt, dass Anderson in seiner Highschoolzeit ein "WarGames Hacker" war. Mit dem virtuellen Angriff gegen das Computernetz der Chase Manhattan Bank hat der damals 14-jährige eine der größten FBI-Razzien in Kalifornien ausgelöst. Aufgrund seines jugendlichen Alters kam es seinerzeit aber nicht zu einer Verurteilung. Als einzige Konsequenz ging die Beschlagnahmung seines privaten Computers hervor.

Anderson war während seiner aktiven "Hacker-Karriere" unter dem Nicknamen Lord Flathead bekannt. Sein bekanntester Coup weist gewisse Ähnlichkeiten zu dem damals erschienen Film "War Games" auf. Anderson bediente sich für seinen Angriff gegen das Kreditinstitut einem damals einfach gestricktem Programm. Die Applikation hat so lange bei diversen Telefonnummern angerufen, bis es von einem Modem eine Antwort erhielt. Im Regelfall handelte es um unixähnliche Betriebssysteme, bei denen häufig ein schwacher oder kein Passwortschutz verwendet wurde. Nachdem diese geringfügige Sicherheitslücke überwunden war, hatte jeder Angreifer vielfältige Möglichkeiten, seinen Wissensdrang zu stillen.

Die New York Times hat in diesem Zusammenhang im Oktober 1985 einen aufschlussreichen Artikel veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Lord Flathead aka Tom Anderson im Alter von 14 Jahren der Anführer einer Black-Hat Hackergruppe gewesen sei. Im Juli 1985 soll sich Anderson dann Zugriff auf ein DEC VAX Computersystem der Chase Manhattan Bank verschafft haben. Angeblich soll er mehr als 40 Freunde über seine genaue Vorgehensweise unterrichtet haben.

Nachdem Anderson wohl eher zufällig auf das korrekte Passwort des DEC VAX gestoßen ist, hat er zwei weitere Kennwörter des Systems verändert und somit die Mitarbeiter der Bank vom System ausgesperrt. Lord Flathead soll damals auch ein Erpresserschreiben auf dem Computer hinterlegt haben. Darin drohte er mit der Löschung aller Aufzeichnungen, falls ihm der ungehinderte Umgang mit dem System verweigert werden sollte.

Da sich das Kreditinstitut mit seinen eigenen Mitteln offenbar nicht mehr zu helfen wusste, wurde das FBI über den Sachverhalt informiert. Die US-Ermittlungsbehörde ist umgehend tätig geworden und hat eine Fangschaltung im Computersystem eingebaut. Dabei konnten 23 Anrufe aus der Region von San Diego ausfindig gemacht werden. Lord Flathead, Myspace, NYT, Tom Anderson, black hat, DEC VAXBei der großräumig angeordneten Razzia wurden insgesamt 25 Computer von Anderson und seinem Hacker-Gefolge beschlagnahmt. Damit geht der Fall von Lord Flathead und seinen Freunden in die Geschichte der größten FBI-Razzien in Kalifornien ein. Das FBI äußerte gegenüber der Presse, dass zunächst keine jugendlichen Computer-Freaks hinter dem Angriff erwartet wurden, sondern erfahrene Cyberkriminelle. Nach diesem für ihn vermutlich abschreckenden Vorfall hat Tom Anderson die Finger von fremden Computersystemen gelassen - zumindest drang diesbezüglich nichts mehr an die Öffentlichkeit. (gS-)

(via theinquirer.net - Bildquelle: techcrunch.com, thx!)

  • Zitat: Zitat von thehed  Die Sache ist ganz einfach, dieser Artikel hier ist falsch. Er ist wirklich 37 und behauptet 32 zu sein. Steht auch so in der Quelle. Ist ja auch irgendwie logisch, wer macht sich schon älter (ausser Teenies die an Schnaps wollen. ) Ah, vielen Dank! Ich bin selbst zu faul das zu prüfen, aber trotzdem Danke für deinen Hinweis...

  • Zitat: Zitat von thehed  Er ist wirklich 37 und behauptet 32 zu sein. hast du recht ! kleiner zahlendreher wohl gewesen

  • interessante sache aber witzig

    the_ice_power am 01.09.2008 17:47
  • Zitat: Zitat von xzeNji  Haha, was nen böser Bube! Und nun hat er die größte Community die es gibt. (stimmt doch, oder?) Ne, der hat den ganzen scheiss an Rupert Murdoch's News Corporation vertickt die alte wichbirne

    -ZiGGY- am 01.09.2008 19:12
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