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17. Juni 2008

MySpace Gewinnt erneut Prozess, keine Gnade für Spammer

Erst vor einem Monat hat die Social-Networking Plattform MySpace die beachtliche Summe von 234 Millionen US-Dollar im Rechtsstreit gegen einen Spammer erhalten. Der Kampf gegen das Spam-Aufkommen geht nun in eine weitere Runde. MySpace wollte diesmal zwar viel mehr erreichen, konnte aber immerhin sechs Millionen US-Dollar für sich gewinnen.

Sogar den Spam-König der 1990er Jahre konnte MySpace bezwingen. Sanford "Spamford" Wallace wurde vor einem Monat zur Zahlung von über 200 Millionen US-Dollar verurteilt. Nicht nur er scheint sein Fable für den SPAM nicht lassen zu können. Diesmal hat es die Firma Media Breakaway erwischt.

Scott Richter, der Geschäftsführer des beklagten Unternehmens, ist aber noch relativ glimpflich davon gekommen. MySpace hatte weitaus mehr eingefordert, die Summe beläuft sich jetzt auf immerhin rund sechs Millionen US-Dollar. Ebenso wurde für alle Mitarbeiter von Media Breakaway ein virtuelles Besuchs-Verbot für die Internetseite von MySpace verhängt.

Die Gründe für die Verurteilung waren mehr als triftig. Nicht nur, dass die User einem erhöhten Spam-Aufkommen ausgesetzt waren, auch diverse Phishing-Attacken wurden festgestellt. Scott Richter ist schon länger für seine dubiosen Machenschaften im Internet bekannt. Vor nicht allzu langer Zeit wurde er von Microsoft zu einer Zahlung von sieben Millionen US-Dollar verpflichtetet. Doch auch hier ist der Angeklagte besser weggekommen als eigentlich gedacht. Microsoft forderte damals eine Zahlung von 20 Millionen US-Dollar. MySpace bringt seine Einstellung in einem Statement auf den Punkt: "Auf MySpace.com gibt es absolut keine Toleranz für Spammer. Und wer unseren Usern schaden will, der legt sich auch mit uns an." Und wie das endet, hat uns die Vergangenheit bereits gelehrt.

Offensichtlich konnte man Media Breakaway nicht für alles verantwortlich machen. Das Unternehmen kooperiert mit Firmen, die gezielt Spam, Myspace, Junkmail, PhishingTraffic auf Webseiten leiten, um die Werbeeinahmen zu erhöhen. Und dafür hat MySpace eine gute Anlaufstelle geboten. Denn wo sonst ist es so einfach beziehungsweise mit so wegen Aufwand realisierbar, Tausende "Freunde" mit Spam zu bombardieren, als auf einer der weltweit größten Social-Networking Plattform.

(via techdirt.com)

  • 6 Kommentare zum Artikel
  • hm... wieviel verdienen denn die ganzen Spammer, dass sie sich diese enormen Strafen leisten können? Es muss sich scheinbar trotzdem noch lohnen, sonst würden sie ja wohl kaum weitermachen....

    shisha0505 am 18.06.2008 08:33
  • Zitat: Zitat von Bewa  Erhalten oder zugesprochen bekommen? zugesprochen, 234 mill kann ein spammer nicht alleine begleichen ^^ aber die strafen sind wieder meiner meinung zu hoch gegriffen, das Leben des Spammers is ruiniert, er kann bis an Ende seines lebens mit 700$ pro monat oder so auskommen. Spammer strafen ? Ja ! Spammer zu Grunde richten ? hm... jeder macht ja mal fehler

    forgiveme am 18.06.2008 18:41
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