gulli: Muxtape jetzt Opentape: RIAA machtlos gegen Open-Mixtapes im Internet

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27. August 2008

Muxtape jetzt Opentape RIAA machtlos gegen Open-Mixtapes im Internet

Vor wenigen Wochen ließ die RIAA den "Mixtape-Service" Muxtape schließen, da man Verstöße gegen das Urheberrecht in der Onlineapplikation zu sehen glaubte. Das Vorgehen der RIAA rächt sich, denn mit "Opentape" ist eine sehr ähnliche Applikation erschienen, die allerdings nicht über einen zentralen Server läuft, sondern problemlos auf jedem Webhoster installiert werden kann. Die Mixtape-Server werden also wie Pilze aus dem Boden schießen.

Schon jetzt dürfte klar sein, dass das Schließen von Muxtape keine gute Idee der RIAA gewesen ist. Bildlich gesprochen wurde der Hydra ein Kopf abgeschlagen, und jetzt wachsen unzählige Köpfe nach. Zur Schließung von Muxtape sagte die RIAA, dass sie keine Rechte hätten, um die urheberechechtlich geschützte Musik für die Streams auf ihrem Server zwischenzuspeichern. Mit dem Opentape nun düften die RIAA einige Probleme mehr bekommen. Das Softwarepaket ist offen, jeder kann es runterladen (was bereits tausendfach passiert ist), jeder kann es sehr einfach auf einem Webhoster installieren. Außerdem können Nutzer mit Opentape eigene Musikdateien hochladen und andere diese Files nicht nur streamen, sondern tatsächlich auch runterladen, sobald "Sharing-Funktionen" eingebaut werden. Ein Ärgernis für die RIAA, gegen das sie nur schlecht vorgehen werden können.

Ein Zusammenhang zwischen dem Muxtape und dem Opentape gibt es offiziell nicht, aber nach Angaben von Valleywag ist es sehr wahrscheinlich, dass es den einen oder anderen personalen Zusammenhang geben dürfte. Nach wie vor ist man der Meinung, dass Muxtape und Opentape eine Onlinesoftware ist, um "Musik zu entdecken", wobei das Bild, beziehungsweise die Analogie, zum Mixtape kein Zufall ist, sondern programmatisch gemeint ist. Aus Sicht der RIAA muss man sagen, hat man es geschafft, das Schlachtfeld um "Musikpiraterie" neben Filesharingbörsen nun auch erfolgreich in das Internet zu holen. (020200)

( via Ars Technica )

  • Naja, Gulli:User wissen es schon lange. Die Contentindustrie gewinnt zwar einzelne Schlachten, aber den Krieg haben sie trotzdem verloren.

    DasFragezeichen am 27.08.2008 17:41
  • Zitat: Zitat von DasFragezeichen  Naja, Gulli:User wissen es schon lange. Die Contentindustrie gewinnt zwar einzelne Schlachten, aber den Krieg haben sie trotzdem verloren. Der Krieg wird unendlich gehen Aber immer mit Nachteil für die ToiletenFirma xD Und das geld packen sie wieder den Künstlern und CD´s drauf ... wieder rum kaufen wieder weniger leute den schund ... Naja vieleicht in ...

    KidZler am 27.08.2008 19:30
  • Zitat: Zitat von KidZler  Der Krieg wird unendlich gehen Aber immer mit Nachteil für die ToiletenFirma xD Und das geld packen sie wieder den Künstlern und CD´s drauf ... wieder rum kaufen wieder weniger leute den schund ... Naja vieleicht in 100 jahren sehen die es ein xD mir tut eher der wald leid...

    Godlike-Project am 27.08.2008 19:51
  • Meine große Befürchtung dabei: Wenn keiner mehr den Krempel kauft, gibts halt ne EU weite Zwangsgebühr für alles, was in der Lage ist Medien abzuspielen (LED-Anzeige auf der Waschmaschine zB... ) ob man will oder nicht, GIS lässt grüßen :P An die optionale Kulturflatrate glaube ich nicht...wäre ja zu schön um wahr zu sein

    crazynudelsieb am 28.08.2008 14:23
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