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07. Juli 2008

Musikspiele Spielebranche bezahlt die Musiker besser

Während die Plattenindustrie noch ihren Umsätzen hinterher trauert, geht es den Spieleproduzenten blendend. Und weil die Musikindustrie nichts mehr verdient, wandern die Musiker zu den Spieleherstellern ab. Dort warten nämlich die größeren Einnahmen - und nebenbei kurbelt der neue Markt auch noch die Plattenumsätze an.

Activisions Musikspiel Guitar Hero verkauft sich mit Umsätzen in Milliardenhöhe hervorragend. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso das kalifornische Unternehmen die Musiker so gut bezahlen kann. Die Kult-Rocker von Aerosmith sehen durch den seit knapp zwei Wochen erhältlichen Titel Guitar Hero: Aerosmith Millioneneinnahmen entgegen. Aerosmith-Manager Irving Azoff hält "Kooperationen mit der Videospielbranche für Künstler um einiges lukrativer [...] als alles, was man in dieser Hinsicht in der Musikbranche erreichen kann".

Nach Azoffs Ansicht könnten  "Mio. von Dollar schon vorab kassiert werden". Insgesamt geht er davon aus, dass die Rockband durch die Veröffentlichuung des Spiels Mehr Einnahmen erzielen könnte, als durch eines ihrer Studioalben. Musiker würden von Activision außerdem "großzügig an dem Verkaufsumsatz des Videospiels beteiligt". Neben diesen vielversprechenden Einkünften führen die Spieleverkäufe durch den Marketingeffekt auch zu Mehreinnahmen beim klassischen Musikmarkt. So sind bereits eine Woche nach dem Verkaufsstart von Guitar Hero III: Legends of Rock die Musikverkäufe des Aerosmith-Songs "Same old Song and Dance" explodiert. Die Verkaufszahlen konnten um sage und schreibe 130% gesteigert werden. Auch Activisions PR-Executive Patric Roos sieht in dem Musikspiel einen vielversprechenden Werbeeffekt für den Musikverkauf. "Die Albumverkaufszahlen und Downloads von einzelnen Songs der Interpreten, die in Guitar Hero III vertreten sind, stiegen nachweisbar signifikant an", so Roos.

Die Idee, verschiedene Entertainment-Branchen zu kombinieren ist jedoch nicht neu. So versuchte die Musikindustrie bereits durch das Spiel GTA IV zu punkten. In dem neuesten Teil des erfolgreichen Gaunerspiels kann man im Autoradio 16 Radiosender empfangen. Jeder soll dabei 10-15 unterschiedliche Songs abspielen, für die Rockstar mit dem Majorlabel EMI sehr lukrative Verträge geschlossen hatte. So liegt die Vermutung nahe, dass solche Hybrid-Produktionen langfristig eine verlässliche Einnahmequelle für die Musikbranche darstellen könnten, welche den Ruf nach härteren Sanktionen für Internetpiraten etwas dämmen könnten.

(via pressetext.de)

  • @min2max: Das liegt in der Natur der Sache. Wobei es wahrscheinlich ohnehin keine Sau interessieren würde, wenn Jodel-Hans ein konventionelles Album herausbrächte. Insofern: Nix gewonnen, nix verloren.

    silanea am 07.07.2008 20:28
  • Zitat: Zitat von silanea  @min2max: Das liegt in der Natur der Sache. Wobei es wahrscheinlich ohnehin keine Sau interessieren würde, wenn Jodel-Hans ein konventionelles Album herausbrächte. Insofern: Nix gewonnen, nix verloren. Naja, jeder, der eine Fangemeinde hat, wird auch Einnahmen erzielen können. Und wenn es Leute gibt, die auf Jodel-Hans stehen, dann wird der auch sein Geld machen ...

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