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11. März 2008

Musikmarkt Tausend treue Fans reichen um als Künstler zu überleben.

Derzeitig kursiert eine neue Theorie im Internet, die für unabhängige Musiker elementar werden könnte. So heißt es, ein Künstler müsse lediglich tausend treue und zahlende Fans akquirieren um erfolgreich von der Kunst leben zu können. Das Modell bewegt sich damit zwischen dem Long Tail und und einer direkten Musiker-Fan Beziehung. Möglicherweise werden diese Ideen der Zukunft der Musik eine konkrete Gestalt geben können.

Sowie die Theorie des Long Tails entscheidende Impulse auf das Internetgeschäft ausgeübt hat, könnte die Tausend-Fans-Theorie den Musikmarkt prägen. Typische Web 2.0 Geschäftsmodelle hangeln sich mehr oder weniger am "Long Tail" entlang. Betrachtet man dem Musikmarkt aus Sicht des Musikers im Zusammenhang mit dem Long Tail, so gibt es nur einen Bereich um nennenswerte Umsätze zu liefern: Man müsste schon einen Blockbuster-Hit landen. Ein Großteil vor allem unabhängiger Musiker wird aber nur in den seltenten Fällen einen großen Hit schreiben. Die Theorie der Tausend sagt jetzt, dass man als Band eine realistische Chance zum überleben hat, wenn man die kritische Masse von eintausend zahlenden Fans erreicht hat. Dort wo die Diskussion um Musik sich also bisher nur im luftleeren Raum bewegt hat, gilt es nun konkrete Zahlen und Fakten zu schaffen.

Erdacht wurde die Theorie von Kevin Kelly, seinerseits ehemaliger Redakteur des Wired Magazins. In seinem Blog veröffentlichte er die Theorie diese Woche und bereits erste Reaktionen in anderen Blogs beschreiben konkrete Handlungsanweisungen, wie man als Künstler dieses Ziel erreichen könnte. Eine Möglichkeit ist bespielsweise tausend interessierte Fans in treue und somit zahlende Fans zu verwandeln. Schlüsselfaktor ist die direkte Beziehung zwischen Musiker und Hörer.

Mit der Theorie der Tausend-Fans befinden sich Künstler nun nicht mehr nur zwischen Prekariat und One-Hit-Wonder, sondern in einem konkreten Zwischenraum, in dem es möglich werden kann neue Business-Konzepte zu denken. Inwieweit dieses auch die Diskussion um Musikmarkt, Filesharing und Copyright beleben wird, bleibt abzuwarten.

  • 43 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von swissarmyknife Um Himmels Willen, ihr Leute müsst endlich einsehen, dass die Dinge im Leben nicht so einfach sind - und dass die Dinge erst recht nicht so sind, wie ihr gerne haben würdet! Du müsstest endlich einsehen, dass wir supernaiven "Leute hier" schon einige Ideen gebracht haben, wie es eben doch funktionieren könnte. Dabei waren auch Kenner der Branche, die wenigstens ...

  • << ist auf weiter argumente gespannt ^^

  • Zitat: Zitat von AOM Wenn du damit auf ein anderes Posting von mir anspielst, da ging es nicht um die Produktionsqualität, sondern um die Qualität der eigentlichen Musik. Eigentlich müsste es einleuchten, warum Plastikmusik von DSDS-"Künstlern" auf lange Sicht keine Chance hat oder? Das Argument, dass auch gut gemachte Homerecording-Aufnahmen eben nicht wie eine teure Studioproduktion ...

  • Zitat: Zitat von eylou Das Argument, dass auch gut gemachte Homerecording-Aufnahmen eben nicht wie eine teure Studioproduktion klingen, bleibt aber trotzdem. ... Auch wenn die Musik selbst noch so toll ist, der Sound wird allgemein als "billig", "unprofessionell" und "falsch" empfunden. Der Meinung bin ich nicht. Auch zuhause kann man mit entsprechender Technik sehr ...

    Real_Peter_Pan am 14.03.2008 19:12
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