gulli: Musikindustrie: Lobbyarbeit hat RIAA zwei Million Dollar gekostet
21. April 2008

Musikindustrie Lobbyarbeit hat RIAA zwei Million Dollar gekostet

In ihrem verpflichteten Jahresbericht hat der Verband der Musikindustrie der USA (RIAA) eingestanden, fast 2,1 Million US-Dollar für Lobbyarbeit im US-Kongress ausgegeben zu haben. Das Geld ist dabei nicht nur in die Einführung von strengeren Copyright-Gesetzen geflossen, sondern auch in ein Gesetz für obligatorische Lizenzgebühren von Radiosendern sowie eine neue Regelung zur Finanzierung von Hochschulen.

Die Gesetzesinitiative des so genannten "Pro-IP Act", also ein Gesetz zur Stärkung von geistigem Eigentum in den USA sieht weit reichende Folgen für illegales Downloaden vor. Es sieht unter anderem vor eine US-Behörde allein für die Verstöße von Urheberrechtsverletzungen zu gründen, das "Office of the US Intellectual Property Enforcement Representative". Dieses soll Copyright-Delikte auf nationaler und internationaler Ebene verfolgen und dessen Bekämpfung koordinieren. Das Gesetz soll außerdem die Strafen für Marken- und Urheberrechtsverletzungen drastisch erhöhen. So sollen die Strafen für Copyright-Verletzungen künftig bis zu 1,5 Million US-Dollar betragen dürfen.

Ein weiteres brisantes Gesetz soll die Finanzierung von amerikanischen Hochschulen sein, woran die Musikindustrie ein besonderes Interesse hat. Dadurch, dass sie nämlich die Colleges finanzieren, können sie diese dann auch zwingen, im Gegenzug Copyright-Filter in ihre Netzwerke einzubauen. So sollen die Hochschulen nach Vorstellung der RIAA die Nutzung von Tauschbörsen gleich im Keim ersticken. (Autor: Calvin Bothe)

(Via Ars Technica)

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