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19. Juni 2008
Musikindustrie beklagt weitere UmsatzeinbußenDie Musikindustrie, genauer der Branchenverband der Musikindustrie IFPI, hat Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Neben den fallenden CD-Verkäufen seien auch die kostenpflichtigen Downloads nicht zufriedenstellend: Diese könnten die Verluste nicht ausgleichen, die die Industrie durch den Einbruch bei den CD-Verkäufen erlitten hat. Jammern auf höchstem Niveau also? Die Verkäufe der Musikindustrie seien so niedrig wie seit zehn Jahren nicht: Die CD-Verkäufe sinken stets, und die kostenpflichtigen Downloads lassen anscheinend auch an Quantität zu wünschen übrig. Physische und digitale Piraterie koste die amerikanische Musikindustrie laut Report der IFPI gut 5,3 Milliarden US-Dollar, der eine Nachforschung der IPI, des Institutes für politische Innovation, zitiert. 70% dieser Einbußen seien auf digitale Piraterie zurückzuführen, so die IFPI. Außerdem kritisierte die IFPI die aktuelle Politik bei U.S.-Radiosendern: Für das Abspielen der Musik in den USA zahlen sie nicht etwa GEMA-Gebühren oder Ähnliches, wie hier in Deutschland, sondern erwirtschaften Umsätze von ca. 16 Milliarden Dollar. "Yet they pay artists and record producers nothing for the music that drives their business. That situation is totally unfair - it must change and I believe that it will." Des Weiteren geht die IFPI davon aus, dass wenn man die Internetprovider zu einer Zusammenarbeit bewegen könnte, man rund zwei Drittel der Filesharer durch einen Warnbrief ihres Providers vom illegalen Datentausch abbringen könnte. Die Schuldfrage war also schnell geklärt. Verantwortlich sind nicht die altmodischen Vertriebskonzepte der Musikindustrie, schuldig gesprochen wurden erneut allein die bösen Filesharer. Dass dieTeilnehmer der Peer-To-Peer Börsen Symptome einer Krankheit und nicht die Ursache sind, darüber hat man sich offensichtlich keine Gedanken gemacht. Und wer auf die Liebesbriefe nicht reagiert, der wird entweder abgemahnt oder muss im Extremfall mit der Sperre seiner DSL-Leitung rechnen. Ist das die Art der Zusammenarbeit, die man sich erwünscht?
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