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02. März 2008

Musik im Netz shoppen boomt

Trotz der Existenz von Usegroups mit Binärdaten im Usenet, zahlreicher One-Click-Hoster, Filesharing, Webwarez etc. - Musik im Internet legal zu erwerben ist so gefragt wie nie zuvor. Im Jahr 2007 haben sich die Deutschen Songs und Musikalben im Gesamtwert von 60 Millionen Euro auf ihre PCs geladen.

Grundlage der Statistik ist eine aktuelle Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Diese bestätigt eine Prognose, die der Verband bereits im September 2007 aufgestellt hat. "Der Download-Markt boomt. Viele Menschen schätzen es, bequem am eigenen Rechner ihre Wunschmusik auszuwählen", kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die aktuelle Entwicklung. Das Angebot im Netz wurde zudem immer vielfältiger. Auch beim Absatz kann die Branche ein deutliches Plus verzeichnen. Die Anzahl der Downloads kletterte im vergangenen Jahr auf 34,4 Millionen Einzelsongs und Alben. Das ist ein Drittel mehr als 2006 (25,9 Millionen). Nicht wirklich überraschend: Der Erfolg des digitalen Musikmarkts geht vor allem auf die Nachfrage von Männern zurück. Die Frauen beteiligten sich beim Umsatz bislang mit nur 36 Prozent. Deutlich auch das Bild bei der Altersstruktur der Käufer. Vor allem junge Leute sorgen für das Wachstum der Branche. Mit den Unter-30-Jährigen macht die Musikindustrie mit 49 Prozent die Hälfte des Umsatzes aus.

Kommentar:

Sicherlich wäre es darüber hinaus spannend gewesen zu erfahren, wie viel Prozent der online verkauften Stücke in 2007 DRM-frei heruntergeladen wurden. Aktuell zeigt der Trend deutlich in Richtung MP3s mit digitalen Wasserzeichen anstatt der früher häufig gängigen DRM-Gängelung der Käufer. Interessant auch die Frage: Auf wie viele Musikstücke wurde im Vergleich im gleichen Zeitraum Zugriff genommen, die unter Verwendung von Creative Commons-Lizenzen veröffentlicht wurden, so etwa auf die zahlreichen Veröffentlichungen der Netlabels im Internet? So manche Beobachter würde es sicher auch interessieren, welchen Einfluss die Massenabmahnungen der hiesigen Musikindustrie auf die Verkäufe ausgemacht haben. Haben die meisten Menschen Musik erworben, weil sie sich bewusst dafür entschieden haben oder weil sie lediglich Angst hatten, beim Filesharing erwischt zu werden?

Zudem wäre es reizvoll zu wissen, wie sich das Kaufverhalten verändern würde, könnten sich die Anbieter endlich zu flächendeckenden Preissenkungen im Online-Sektor durchringen. Viele Musikfreaks halten die Preise der Online-Shops für viel zu hoch und würden vermehrt zugreifen, würde man die Preise senken

  • 12 Kommentare zum Artikel
  • jaja, das war so weil die audiobörse hier deaktiviert war :-D nein scherz, aber jetzt im ernst ich würde nie mukke legal loaden, entweder kauf ich die cds oder load es illegal hier wenn mir die musik nich so wichtig is, wenn ich jede single die mir gefällt kaufen würde dann hätt ich nichma kohle zum essen

    cocoman am 03.03.2008 15:13
  • aber mal angenommen du würdest all deine musik bei napster finden und bezahlst da für ne flatrate 10 € im monat kannst soviel musik haben wie du willst dann wäre das doch super oder nicht? Ich denk 10 € sollte jeder bereit sein zu bezahlen für seinen Musik Konsum.

    ilovehouse86 am 03.03.2008 21:25
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