Der einzige Zweck, wieso man die Radiosender in den USA solcher Untaten beschuldigte, war wohl der, dass man von diesen mehr Geld haben wollte. Ein entsprechendes Gesetz, welches die Radiosender zu mehr Abgaben nötigt, wurde kurz darauf durchgewunken. Diese sagen den Praktiken von musicFIRST nun den Kampf an. Nachdem die rechtliche Basis geschaffen war, verbrannten sich einige Radiosender die Finger. Die erhöhten Abgaben seien über deren Köpfe hinweg beschlossen worden, damit ein "abgelaufenes Geschäftsmodel weiter betrieben werden kann." Die National Association of Broadcaster, kurz NAB, nennt es sogar eine Steuer - keine Abgabe. Man begründet dies damit, dass es sich um einen neuen Betrag handelt, um urheberrechtlich geschützte Musik spielen zu dürfen. Nichts anderes.
Besonders erzürnt ist man auch darüber, dass das Geld nicht im Land verbleibt. Drei der Vier Majors haben ihren Sitz nicht in den USA, so dass das Geld, welches zu zahlen ist, nicht einmal innerhalb der eigenen Landesgrenzen der Radiosender verbleibt. Auch gegen die Behauptung, dass das Senden der Tracks im Radio die Ursache für rückgängige Verkaufszahlen sind, lässt man sich nicht gefallen. Hier brachte man sogar den Abgeordneten Howard Berman, welcher daran beteiligt war eine rechtliche Grundlage für die neuen Abgaben zu schaffen, zu einem höchst interessanten Statement. Dieser meinte, dass wohl lediglich ein "Zusammenhang" bestehen könnte, "zwischen Radiosendungen und rückgängigen Verkaufszahlen". Die Ursache für Letzteres sei jedoch nicht bei den Radiosendern zu suchen. Bei der NBA gibt man sich auch nach der Entscheidung kämpferisch: "Das Ergebnis der Abstimmungen war wenig überraschend, wenn man die Unterstützung des Parlaments für die von der RIAA erschaffene Steuer für Radiosender in der Vergangenheit betrachtet. Trotz dieses herben Schlages werden zahlreiche Radiosender Widerstand gegen diese RIAA-Steuer leisten, insbesondere weil es noch immer Mitglieder im Kongress gibt, die sich Fragen, ob eine Steuer für die amerikanischen Radiosender die Lösung sein soll, um ein versagendes Geschäftsmodell auszubügeln, wenn das Geld in Labels fließt, die sich im Ausland befinden!"
Inzwischen hat man eine Kampagne gegen diese Steuer entwickelt. Ein entsprechendes PDF-Dokument wurde veröffentlicht.
(via zeropaid thx!)
(Bild via nab thx!)
| 14 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Gartenzwerg am 01.07.2008 18:37:41: |
Moses am 01.07.2008 23:47:02: |
elChupaCabra am 02.07.2008 11:36:43: |