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16. November 2005
MPAA verwechselt kopierte DVDs, Drogen und DRM"The New Drug on the Street" "Uns ist bewusst, dass Schwerkriminelle vom illegalen DVD-Handel profitieren. Diese Handlungen unterstützen Drogennetze und andere kriminelle Aktivitäten, die wir nicht auf unserren Straßen haben wollen", so MPAA - Chef Dan Glickman, der ankündigte, durch vermehrte Ermittlungen die "Öffentlichkeit sicherer machen" zu wollen. Nicht nur den Drogenhandel fördere man mit dem Erwerb kopierter Medien, nein, gar der internationale Terrorismus würde durch derlei Aktivitäten unterstützt. Eine etwas unglücklich gewählte Metapher, sollte man meinen. Denn vergleicht man Drogen mit kopierter und mit im Laden gekaufter Ware, so zeigt sich sehr schnell, dass die Nähe der Medienindustrie zum Drogenhandel weitaus einleuchtender ist als die der Kopierer. Drogen wird gemeinhin vorgeworfen, in Sucht und Abhängigkeit zu treiben und die Süchtigen eine Menge Geld zu kosten. Während Kopien von Medien in der Regel DRM-frei daherkommen und beliebig auf aktuelle Geräte und neue Speichermedien transferiert werden können, ist das bei zahlreichen gekauften Medien nicht mehr der Fall: das Kopieren des Mediums ist nicht mehr erlaubt oder technisch erschwert, für verschiedene Plattformen muss man die Schutzmaßnahmen umgehen oder - erraten, nochmals zahlen. Während kopierte Medien in der Regel als schlichte Mediendatei ohne weitere (schädliche) Funktionen auf die heimische Platte kommen, installieren DRM-geschützte Medien zusätzliche Player auf dem Rechner, infizieren Systeme mit Rootkittechnik, verweigern die Wiedergabe auf zahlreichen Playern und verweigern auf dem Rechner ebenfalls gelegentlich schlicht den Dienst, es sei denn, man schaltet andere Software auf dem Rechner ab. Vom Userausspionieren ganz zu schweigen. Will man analog zum Drogenerwerb "Gift für den Rechner" erstehen, kann man sich momentan im CD-Laden wohl leichter bedienen als auf der Straße. Nur eine Analogie zwischen Drogendealern und Copyrightindustrie trifft leider nicht zu. Umsonst ist bei letzterer nicht einmal der erste Schuss. Trackbacks
Bedeutet das dann im Umkehrschluss auch das ich kein Raubkopierer bin weil ich kein Drogen nehm. dEnIrO am 18.11.2005 09:47
mir verschliesst sich irgendwie der Zusammenhang, dass Drogennetze durch Raubkopien finanziert werden, und Drogenabhängige auch raubkopieabhängig (lasst euch das mal auf der Zunge zergehen) sind. Ich stell mir gerad die Situation vor: Tom geht zu seinem lokalen Dealer und holt sich 10 Gramm Koks. Als Zugabe eine Raubkopie von Matrix ? t-6 am 18.11.2005 12:20
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