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03. November 2005
MPAA verklagt Großvater auf 600.000 Dollar12jähriger Enkel lud vier Filme Der 67jährige, der nun von der MPAA auf die phantastische Summe von 600.000 Dollar Schadensersatz verklagt wird, schaut sich nach eigenen Angaben überhaupt keine Filme an, sein 12jähriger Enkel habe vermutlich aus Neugier vier Filme aus iMesh geladen. Aus diesem Grund weigerte er sich, der üblichen Erpressung des Verbands zuzustimmen: dieser hatte angeboten, gegen eine Vergleichszahlung von 4.000 Dollar das Verfahren einzustellen. Die Filmindustrie gibt sich wie gewohnt ungerührt und bleibt bei ihren absurden Forderungen. Sprecherin Kori Bernards stellte fest, die Industrie wolle, dass die Menschen die Konsequenzen von Internetpiraterie verstehen, das Problem im genannten Fall sei, dass die Files, die das Kind geladen hätte, für tausende anderer User auf dem Netz verfügbar gewesen seien. Dass die Dateien nach Angaben des Großvaters zügig wieder gelöscht worden wären, interessierte die MPAA offenbar weniger, was für einen Upstream ein Filesharer haben müsste, um in kurzer Zeit Kopien im Wert der nun geforderten 600.000 Dollar zu verbreiten, ist ebensowenig bekannt. Aber die Industrie ist ja berüchtigt für ihren fantasievollen Umgang mit Zahlen, und entsprechend durfte im Statement der Sprecherin das Märchen nicht fehlen, die Moviedistribution im Netz koste die Industrie im Jahr knappe fünfeinhalb Milliarden Dollar. Wenn der Download von vier Movies 600.000 Dollar Schaden verursachen soll, kann man sich glücklicherweise denken, wie diese Zahlen zustandekommen. Verwandte News
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