Natürlich wird die Motion Picture Association of America (MPAA) als neues Argument anbringen, die Einnahmen könnten viel höher sein, würde der Piraterie endlich Einhalt geboten.
Von dieser Predigt vernimmt man jedoch bislang nichts. Zwar äußerte sich Dan Glickman, der Chef der MPAA, kritisch zur weltweiten Finanzkrise, welche schreckliche Folgen haben könnte. Eingetreten ist aber bislang ein anderes Szenario, obwohl man nicht - wie von ihm gefordert - noch härter zum Schutz der Rechte am geistigen Eigentum eintritt. Mit rund 9,4 Milliarden US-Dollar Einnahmen in Amerika hat man schlussendlich sogar den Vorjahresrekord gebrochen, was in Anbetracht der angeblich erschreckenden Piraterielage nicht so wirklich einleuchten will. Vermutlich liegt der logische Fehler auch nicht bei dem einfachen Filesharer, sondern an der Spitze der MPAA und ihrer gleichwertigen Gegenstücke aus den Medienbereichen. Jeder Filesharer erzeugt automatisch Verluste, den hätte er das Material nicht illegal via P2P bezogen, hätte er es legal erworben. Eine trügerische Annahme, die seitens der Rechteinhaber mit Studien belegt, seitens anderer Institute widerlegt wird.
Möglicherweise entgehen der MPAA einige Einnahmen durch Piraterie, doch diese bewegen sich wohl fernab der Werte, die man kontinuierlich predigt. Die Bevölkerung hat durchaus den Willen, hart erarbeitetes Geld für ein gutes Produkt auszugeben. Der Kinokassen-Hit "The Dark Knight" hat dies im vergangenen Jahr nur zu deutlich bewiesen. Mit hochwertigen Produktionen wie dieser kann man nun mal die Kundschaft fesseln und ihr das Geld entlocken. Nicht aber mit Abschreckung und juristischer Verfolgung. (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
(Bild via interactive.usc.edu, thx!)
| 8 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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am 04.01.2009 00:35:55: |
xzeNji am 04.01.2009 10:59:04: |
Lobo79 am 04.01.2009 17:16:23: |