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20. September 2005
MP3-Suchmaschine Baidu zahlt (wenig) StrafeKläger hätten "Suchmaschinentechnik nicht begriffen" Die vier großen Musiklabel Universal Music, Sony BMG, EMI und Warner verklagten vor kurzem die chinesische Suchmaschine Baidu, mit der sich große Mengen an MP3-Dateien auf chinesischen Webseiten finden lassen. Überraschend schnell kam nun auch ein erstes Gerichtsurteil: jedoch nicht auf Betreiben der Big Four, sondern nach einer Anzeige der Shanghai Busheng Music Culture Media. Ein Gericht in Peking verurteilte die Suchmaschine dazu, den Downloadservice einzustellen und darüberhinaus eine Strafe von 68.000 RMB zu zahlen - was ungefähr 6.900 Euro entspricht. Damit kommt die Suchmaschine vorerst äußerst billig davon, indessen erkennt sie das Urteil nicht an. Wir sind der Ansicht, das Gerichtsurteil basiert auf einem Fehlverständnis von Suchmaschinentechnologie, weshalb es gegenstandslos ist, so der Baidu-Anwalt Decheng Li laut Reuters. Baidu gibt an, eine Suchmaschine zu betreiben, aber keinen Downloadservice anzubieten. Zu den Klagen der vier großen Labels gab Baidu keine Stellungnahme ab. Auf den Aktienkurs Baidus hatte das Urteil hingegen keine nennenswerten Auswirkungen. Während eine Beurteilung der Suchmaschine als "überbewertet" letztens noch den Kurs um ein Viertel einbrechen ließ, stieg er trotz des Gerichtsurteils nun wieder leicht an. Auch die MP3 - Suchfunktion läuft noch völlig reibungslos. Verwandte News
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