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04. Mai 2006
MP3-Preis nach Belieben Musikfans zahlen freiwilligZahlen, was man für richtig hält: Tracks der kanadischen Musikerin Jane Siberry kann man auch kostenlos von ihrer Webseite laden, alternativ steht einem die Möglichkeit offen, einen beliebigen Preis zu entrichten. Modellexperimente sind mit Vorsicht zu verallgemeinern, aber dass Siberry mit durchschnittlich 1,14 Dollar einen höheren Preis als den iTunes-Satz erzielt, ist durchaus bemerkenswert. "Self-determined Pricing" nennt Siberry ihr Experiment. Fans können sich auf ihrem Webshop aussuchen, ob sie Tracks als Geschenk von ihr annehmen, sie später bezahlen oder sofort einen frei festzulegenden Preis entrichten. Als vierte Möglichkeit bietet sie den Standardsatz von 99 Cent, analog zu iTunes, an. Auf der Festplatte landen anschließend DRM-freie MP3-Files. Durchschnittspreis pro Track $1.14 Unter Standardtarif: 8% Standardtarif: 79% Über Standardtarif: 14% Angemerkt werden muss sicherlich, dass in diese Statistik nur die tatsächlich zahlenden Kunden einflossen - 17% der Downloads wurden "als Geschenk entgegengenommen",. 37% der Downloads wurden bezahlt. Knapp die Hälfte der Downloader versprach, später zu zahlen. Wieviele dieser Ankündigung letzten Endes nachkommen, wird sich zeigen. Wobei diese Fragestellung weniger spannend ist, als es den Anschein hat. Denn letzten Endes stehen die Labels schon seit Jahren vor dem Problem, dass sie eine direkte, kostenlose Konkurrenz beim Vertrieb von Musik haben. Siberrys Ansatz nimmt diesen Sachverhalt als gegeben an - und wählt den bestmöglichen Weg: wer ihre Tracks will, kann sie sich laden. Wer dafür bezahlen will, kann dies tun. Dass dies ein großer Teil der Downloader macht, hat sie bereits bestätigt. Und der entscheidende Punkt von Siberrys Experiment dürfte sein, dass Fans tatsächlich für die Musik ihrer Lieblingskünstler zahlen - auch dann, wenn sie dies nicht müßten. Dass diese Fans inmitten der Schar der kriminellen Kundschaft der Industrie gelegentlich vorkommen, sollte sich ruhig ein wenig herumsprechen. Es heißt, mit diesen kann man Geld verdienen. Verwandte News
Trackbacks
soweit ich weiß ist AAC qualitativ besser oder gleichwertig mit ogg, o 128kbit ~ 192kbpit MP3 entspricht und ich meine auch, dass itunes DRM verwendet dobo am 06.05.2006 14:59
Zitat: Zwar bietet Apple seine Songs nur mit DRM an, die Blockade zu umgehen ist jedoch relativ einfach. So reicht es aus, die Musik völlig legal auf eine CD zu brennen und diese dann wieder auf Festplatte zu rippen. Hab ich ja auch so beschrieben. IMHO ist dies auch nicht strafbar, denn ich umgehe damit nichts, sondern nutze lediglich die Möglichkeiten der Apple-Software. Wenn die Rechteinhaber das anders ... [[mörsifull]] am 06.05.2006 15:35
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