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14. September 2006

MP3 als Format der Wahl Independent Labels erhöhen Marktanteil durch Verkauf von MP3s

Es sieht stark danach aus, als wenn die Stimme des Volkes, sprich der Käuferinnen und Käufer doch vermehrt vernommen wird, zumindest von den kleineren Plattenlabels. Mehr und mehr von ihnen, wie z. B. die auf Death Metal spezialisierten "Open Grave Records" gaben bekannt, aus dem DRM-laden auszusteigen, um ihre Musik künftig online in Form von MP3s anzubieten.

Der Spitzenreiter der musikvertriebenen Internetportale ist noch immer, geschützt von einem satten Vorsprung, iTunes. Gefolgt vom heiß umkämpften, russischen Online-Service AllofMP3.com. Den dritte Platz belegt EMusic, die primär Musik von Independents vertreiben, und dies natürlich im einzigen Format, das auf allen Geräten läuft. Napster gelangt wegen des meist DRM-kastrierten Liedgutes der Majors lediglich auf Rang vier.

Im Idealfall wird der Marktanteil eines Unternehmens unabhängig von anderen Faktoren durch das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt. Soweit die Theorie. Wenn der Kunde weiterhin beharrlich auf sein favorisiertes Format besteht, gibt es auf Dauer vielleicht doch Chancen auf Besserung. Zumindest erhalten kleinere und damit flexiblere Unternehmen der Musikbranche durch die vermehrten Verkäufe der MP3s ihrer Künstler einen Vorteil.

Es bewahrheitet sich scheinbar ganz allmählich, was in unserer Aktion orakelt wurde:

 

DRM verhindert nur eins: Käufer!

 

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