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10. April 2006
Morpheus vs. Musikindustrie Verhandlungen gescheitertZuversichtlich zeigte sich Morpheus-Chef Michael Weiss schon immer gerne: auch nach den Schlägen gegen kommerzielle Filesharing-Clients glaubte er an eine Zukunft der Tauschbörsen. Auch nach dem jetzigen Scheitern der Verhandlungen mit der Industrie scheut der CEO die anstehenden, neuen Gerichtsverhandlungen nicht. Das angekündigte halbe Jahr, nach dem sich Filesharing revolutioniert haben soll, ist vorbei. Verändert hat sich nicht viel: nach wie vor wird getauscht, nach wie vor auch mit dem Morpheus-Client, der von Weiss' Streamcast Networks vertrieben wird. Nur aus der angestrebten Kooperation mit der Musikindustrie wurde nichts. Der vom Ausgang der Verhandlungen enttäuschte Weiss kündigte an, nun erneut die gerichtliche Lösung zu suchen. Dabei stehe man sich zwar weitgehend allein - unter anderem Limewire schimpfte Weiss vor einiger Zeit eine Schmarotzerfirma - aber sehe sich von der Grokster-Entscheidung des vergangenen Jahres nicht betroffen. Der Supreme Court habe zwar festgestellt, dass Hersteller eines Produkts für den Gebrauch haftbar seien, wenn es zum Zweck des Missbrauchs vertrieben werden würde. Der Nachweis, das dies auch der Fall ist, müsse jedoch nach wie vor erbracht werden. Morpheus werde jedoch nicht mit dem Ziel der missbräuchlichen Verwendung verbreitet. Schadenersatzzahlungen dürften eine der maßgeblicheh Hürden für die kommerziellen Tauschbörsenclients sein, die sich um den Segen der Labels bemühen. Bereits iMesh bekommt wegen der fälligen 4,1 Millionen Schadenersatz an die Labels von den Analysten schlechte Chancen eingeräumt, am Markt mit kostenpflichtigen Diensten konkurrenzfähig zu sein. Der Client wagte nach dem unfreiwilligen Start Napsters als erste Tauschbörse den Versuch, mit Genehmigung der Labels seine Dienste anzubieten. Verwandte News
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