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24. Juni 2005

Morpheus Limewire ist eine Schmarotzerfirma

Morpheus-Chef kritisiert unsolidarisches Verhalten der Konkurrenz

Ein Leecher sei Limewire, dies jedenfall nach Ansicht des Morpheus - CEOs Michael Weiss. Was er auch durchaus gut begründen kann. Limewire würde sich einerseits mit wenig Werbung profilieren, überlasse es aber anderen Herstellern, die teuren Rechtsstreitigkeiten zu führen, die die Kriminalisierung des Filesharing bislang noch verhindern.

"Ich denke, Limewire ist einer der größten P2P-Leecher der Industrie. Sie haben es nicht nur Morpheus überlassen, das bisher größte Gerichtsverfahren zu bestreiten und zu bezahlen (bislang vier Millionen, steigend) ... sie haben auch noch ihre Werbesoftware aus ihrem Client entfernt, um aus unserer Situation Profit zu schlagen - weil wir es uns nicht erlauben können, Werbesoftware zu entfernen, und Limewire uns dadurch User abjagt, während wir den Kampf gegen RIAA/MPAA führen müssen.
Um alles noch schlimmer zu machen: sie sind aus P2P United ausgestiegen und haben es uns, BearShare, eDonkey und Grokster überlassen, die Lobby-Rechnung zu bezahlen - für unsere Anstrengungen, gegen Leute wie Senator Hatch und Konsorten vorzugehen, die versuchen, Filesharing zu kriminalisieren. Es kostet uns zehntausende von Dollar monatlich, in Washington zu kämpfen. Als Marktführer sollte Limewire sich mit engagieren - stattdessen schmarotzen sie von unseren Anstrengungen und ernten die Früchte unserer Arbeit.
"

Harte Worte, die jedoch durchaus ihren Grund haben. In der Tat sind gerade vor allem Grokster und Morpheus von teuren Gerichtsverfahren betroffen: vom Supreme Court wird für Anfang der kommenden Woche im aktuell laufenden Verfahren eine Entscheidung erwartet. KaZaA/Sharman Networks stehen in Australien vor Gericht. Währenddessen heimst Limewire in der Tat wachsende Sympathien für die weitgehende Adwarefreiheit ein. Man kann es sich angesichts keiner teuren Gerichtsverfahren und Lobbyisten offenbar erlauben.

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