Alle mit RFID-Technologie ausgestatteten Geräte würden eine sichere Umgebung erhalten, auf die "gesicherte Identitäten" oder "sichere Elemente" heruntergeladen werden könnten, sagte Djuphammar anlässlich einer Ericsson-Veranstaltung in Stockholm. Dadurch könnte ein Handy auch als Schlüssel, Kreditkarte oder Konzertticket verwendet werden.
"Unzählige Dinge werden durch RFID ermöglicht - ein kleines Stück Technologie, aber mit einem Ökosystem um sich herum, das enorme Möglichkeiten für Innovation eröffnet", schwärmte Djuphammar von den Chips.
So ließen sich Mobiltelefone auch zur Auffindung von Betrugsfällen einsetzen. Kreditkartenunternehmen könnten geolokale Daten einsetzen um zu überprüfen, ob eine Kreditkartentransaktion in der Nähe des offiziellen Karteninhabers stattfindet. "Wenn das Handy nahe dem Ort ist wo die Kreditkarte benutzt wird, ist das Betrugsrisiko gering. Wenn sich aber das Handy plötzlich von dem Ort an dem die Kreditkarte benutzt wird entfernt, können die Unternehmen benachrichtigt werden, um diese konkrete Transaktion zu überprüfen - es ist höchstwahrscheinlich Betrug, weil das Handy und die Kreditkarte nun getrennt sind", erklärte Djuphammar.
Genauso ließe sich RFID-Technologie nutzen, um Straßenkarten in Echtzeit zu generieren. Mit RFID-Technologie könnten geolokale Daten gesammelt werden, welche die genaue Geschwindigkeit von Fahrzeugen darstellten. Diese Information ließe sich etwa an die Anbieter von Navigationsgerätern verkaufen, die damit einen personalisierten Verkehrsbericht in Echtzeit anbieten könnten. Das sei ein Beispiel dafür, wie durch den Verkauf des Zuganges zu Benutzerinformationen ein typisches "Win-Win-Szenario" enstehe, bei dem am Ende alle einen Vorteil hätten: Endnutzer, Mobilfunkbetreiber und Navi-Hersteller.
Meinung: Was Håkan Djuphammar als eine "Win-Win-Situation" erscheint, klingt für andere eher wie ein Überwachungsszenario. Denn mit RFID-Technologie lässt sich eben nicht nur ein personalisierter Verkehrsbericht, sondern auch ein ebenso personalisiertes Bewegungsprofil erstellen. Alles Möglichkeiten, die auch mit heutiger Technologie bereits vorhanden sind. Die immer weiter ausartende Verwendung von RFID-Chips aber stellt eine besondere Bedrohung für die Privatsphäre dar, weil sie die Überwachung bereits in Alltagsgegenstände implementiert. Die Vorstellung, dass die Bewegungsprofile hunderttausender Mobilfunkkunden an die Öffentlichkeit gelungen könnten, sollte nicht nur manchem fremdgehenden Ehemann Sorgen bereiten. (Simon Columbus)
via Wired: Threat Level, thx!
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PiratDesGrauens am 26.06.2009 03:05:29: |
toredo am 26.06.2009 06:59:38: |
betauser2 am 26.06.2009 08:15:07: |