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29. August 2006

Mist im Web Müll-O-Meter für Webseiten in der Entwicklung

"Diese Webseite enthält zu 80% Müll." Wer sich ein schickes Tool zur Prüfung wünscht, wieviel Unsinn gerade auf dem Bildschirm ist, dessen Wunsch versucht das japanische Innenministerium 2007 erfüllen. Für einen "Lügendetektor für Online-Information" ist ein Budget im kommenden Jahreshaushalt vorgesehen.

Das Ministerium plant, mit dem Tool die Möglichkeit zu bieten, beispielsweise Suchergebnisse nach ihrer Verläßlichkeit und ihrem mutmaßlichen Wahrheitsgehalt zu ranken. Vor dem Anzeigen einer Seite könnte beispielsweise eine Warnung eingeblendet werden, wie hoch der ermittelte Anteil an Fehlinformation ist, zusammen mit der Anfrage, ob der Inhalt dennoch angezeigt werden soll.

Die Beispielfragen, die an den geprüften Content gestellt werden, lassen auf hochgesteckte Ziele schließen. Ob die technische Beschreibung eines Auktionsangebots zutreffend sei, oder ob eine Webseite tatsächlich eine wahrheitsgemäße Beschreibung der politischen Situation im Libanon liefere, soll mit dem Tool nachprüfbar werden. Schlüsselproblem ist das Finden tatsächlich verläßlicher Informationen und dem Vergleichen anderer Seiten mit dem als wahr klassifizierten Inhalt.

Entsprechend skeptisch wird das Projekt betrachtet. So schön die Vorstellung eines "Müll-O-Meters" ist, die beim Surfen höher oder niedriger ausschlägt, schöner ist die Vorstellung, welchen Wert das Tool bei seiner eigenen Ankündigung anzeigen würde.

  • 2 Kommentare zum Artikel
  • "Diese Webseite enthält zu 80% Müll." Wer sich ein schickes Tool zur Prüfung wünscht, wieviel Unsinn gerade auf dem Bildschirm ist, dessen Wunsch versucht das japanische Innenministerium 2007 erfüllen. Für einen "Lügendetektor für Online-Information" ist ein Budget im kommenden Jahreshaushalt vorgesehen. Das Ministerium plant, mit dem Tool die Möglichkeit zu bieten, beispielsweise Suchergebnisse nach ihrer Verläßlichkeit und ...

    gullinews am 29.08.2006 11:29
  • *ächem* ... müll ... Gruß Ceradon

    Ceradon am 29.08.2006 12:28
  • Die Regierungen werden immer raffinierter. Wenn das mit der Webzensur nicht hinhaut, entscheidet man eben für den Surfer, welche Seiten er sich anschaut und welche besser nicht.

    talanis am 30.08.2006 19:31
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