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19. Mai 2008

Mininova unter Beschuss BREIN leitet rechtliche Schritte ein

Die BitTorrent Seite MiniNova soll nun von BREIN, der dänischen Antipiraterie Organisation, vor Gericht gebracht werden. Ursache hierfür seien die BitTorrent Links, die MiniNova auf ihrer Seite bereithält. Man will die Seite dazu zwingen, Links, die zu geschütztem Content führen, zu löschen.

Die holländische Organisation Bescherming Rechten Entertainment Industrie Nederland (BREIN) wurde unter anderem für sein vehementes Vorgehen gegen Seiten wie Demonoid oder Everlasting.nu bekannt. Ihren neuesten Streich planen sie gegen MiniNova, die sie mit juristischen Mitteln dazu zwingen wollen, geschütztes Material in deren Suchergebnissen auszufiltern.

MiniNova ist gegenwärtig die größte BitTorrent Seite, und bietet von Usern eingetragene Torrent Links, als auch Links von Publishern wie CBC an. Deren Besucherzahlen bewegen sich bei ca. 30 Millionen pro Monat. Im Gegensatz zu The Pirate Bay jedoch betreibt MiniNova keinen eigenen BitTorrent Tracker, sondern stellt lediglich .torrent Links bereit.

Angeblich hatten MiniNova sowie BREIN versucht, auf einen gemeinsamen Nenner zu gelangen, um solche Schritte zu verhindern. Dies scheint nun jedoch gescheitert.

Erik Dubbelboer, welcher einer der Mitbegründer von MiniNova ist, äußerte sich gegenüber TorrentFreak, dass man sich keinesfalls durch BREIN bevormunden lassen würde. Er selbst erwarte weitere Details zur Klage jedoch erst in der kommenden Woche. Nichtsdestotrotz zeigt man sich gelassen, trotz des drohenden Prozesses. "Wir haben keinerlei Bedenken wegen eines Prozesses. Wir handelten bisher immer nach dem Gesetz, was insbesondere durch unsere "Notice & TakeDown" Richtlinien deutlich wird. Sobald ein Urheber uns auf einen illegalen Link aufmerksam macht, löschen wir ihn!"

Zahlreiche Seiten wie beispielsweise YouTube gehen nach demselben Prinzip vor. Das Interessante daran ist aber, dass MiniNova selbst gar keine Dateien hostet, sondern lediglich .torrent Files. mininova, filesharing, p2p, peer-to-peerAus diesem Grunde sollten sie eigentlich keinerlei Angriffsfläche bieten, wenngleich BREIN dies anders sieht. Beim Prozess wird es also in erster Linie darum gehen, ob MiniNova ihre Suchergebnisse zu filtern hat, so dass kein urheberrechtlich geschützter Content mehr angezeigt wird. Für BREIN ist dies das erstrebenswerte Ziel, MiniNova hingegen möchte sich keiner auferlegten Zensur der Suchergebnisse beugen.

Das Ergebnis eines solchen Prozesses dürfte einige weitere Fragen aufwirbeln, insbesondere für Seiten die ähnlich Vorgehen.

(Via torrentfreak ,thx)

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