Zum ersten Geburtstag der Xbox360 bietet Microsoft in den USA Filme zur Miete und TV-Sendungen zum Behalten an. Warum man vor dem Kauf einer TV-Episode oder dem "Entleihen" eines Films aber erst "Microsoft Points" kaufen muss, mit denen man anschließend die Videos bezahlt? Möglicherweise plant Microsoft Bonus- und Rabattprogramme, die ebenfalls mit den "Points" arbeiten und über die ausschließlich bei MS geshoppt werden soll. Bislang scheint der zusätzliche Umstand jedoch allenfalls der Preisverwirrung zu dienen.
Denn wenn eine Fernsehsendung in High-definition 240 Microsoft Points und in Standardauflösung deren 160 kostet und man für 1.600 Microsoft Points 19,99 Dollar zahlt, was kostet dann eine Sendung? Tipp: Ein HD-Movie kommt auf 480 Punkte und damit auf sechs Dollar. Zur Miete.
Dasselbe System gibt es übrigens auch für den Zune. Dort ergibt die seltsame Preispolitik für Musikstücke immerhin ein wenig mehr Sinn. Minimal können für 5 Dollar Punkte gekauft werden. 400 Punkte hat man anschließend auf dem Konto, und kauft man einen Song für 79 Punkte, sieht das auf den ersten Blick ein wenig günstiger aus als die 99 Cent, mit denen Apple vorlegt.
Noch schöner jedoch für Microsoft: der Kunde hat noch 321 Punkte über, die er ausgeben muss - oder auf deren Gegenwert er verzichtet. Und solange er mit dem Einlösen übriggebliebener Punkte wartet, liegt der Gegenwert als unverzinster Kredit bei Microsoft.
Einen Haken hat der Plan jedoch. Kunden neigen gelegentlich dazu, dort einzukaufen, wo es ihnen leicht gemacht wird.
| 16 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
klotzi am 24.11.2006 03:09:15: |
Verbogener am 24.11.2006 04:00:02: |
-=Markus=- am 24.11.2006 10:15:30: |