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09. November 2006
Microsoft Zune Abgabe an Universal für jeden verkauften PlayerFür jeden verkauften Zune-Player führt Microsoft eine Gebühr an die Universal Music Group ab. Es wird erwartet, dass Universal mehr als einen Dollar pro verkauftem 250$-Player erhält. Der Gesetzgeber ist an dem Abkommen nicht beteiligt - Leermedien- und Geräteabgaben werden weiterhin anfallen. Die Hälfte der Abgabe werde an die Musiker weitergegeben, so Universal. Die Abgabe wird auf altbekannte Art und Weise begründet: schließlich diene jeder Player der Wiedergabe nicht bezahlter Kopien von Musikstücken. Es wäre nur fair, dass für Geräte Abgaben bezahlt würden, auf denen gestohlene Musik gespeichert wird. David Geffen: "Das ist eine große Veränderung für die Industrie. Jedes dieser Geräte wird dazu verwendet, unbezahltes Material zu speichern. Auf diese Weise erhalten die Labels über die Einnahmen durch das bezahlte Material hinaus Geld für die Geräte, auf denen kopierte Musik gespeichert wird." Microsoft zog mit dem Zune bereits Spott auf sich - das Gerät wird nicht kompatibel zu dem bisherigen DRM-Standard von MS sein, den das Unternehmen ausgerechnet "Plays For Sure" taufte. Das jetzige Abkommen mit Universal soll nicht das letzte bleiben: Dem Rest der Industrie bietet Microsoft ähnliche Deals an. Womit man sich offenbar als "Good Guy" gegenüber Apple positionieren will - die Labels lizensierten ihre Tracks zwar an den iTunes-Shop, an den Einkünften durch den iPod blieben sie hingegen unbeteiligt. Dies will Microsoft offenbar anders handhaben. Kein Wunder, dass Universal den Deal begrüßt. Schließlich sprudeln die Leermedien- und Geräteabgaben ungeachtet des Abkommens weiter. Und dass mit der Abgabe den Kunden mehr Rechte eingeräumt werden oder gar eine Entkriminalisierung des Musiktauschs erfolgt - mit diesem wird die Abgabe ja begründet - muss nicht erwartet werden. Verwandte News
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