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04. Oktober 2006
Microsoft Vista Mordkopieren, schwergemachtWGA, the next Generation. Microsoft stellt die Maßnahmen vor, mit denen unlizenzierte Installationen des kommenden MS Vista verhindert und damit Microsoft-Anteilseigner vor dem Hungertod bewahrt werden sollen. Schließlich ist Piraterie eines der "hervorstechendsten Probleme der Softwareindustrie". Unter anderem sieht das neue Lizenzmanagement eine Internet-Zwangstrennung nach spätestens einer Stunde und die Deaktivierung des integrierten Anti-Spywaretools von Vista vor, wenn die Produktaktivierung als ungültig erkannt wird. Basis der neuen Produktaktivierungspolitik ist die "Software Protection Platform", die mit Windows Vista und der Serverplattform Longhorn zum ersten Einsatz gelangen soll. Beim Händler vorinstallierte Windows-Versionen sollen bereits aktiviert verkauft werden, User, die ihr OS selbst aufspielen, müssen innerhalb von 30 Tagen ihr OS aktivieren. Zur Auswahl stehen vier Möglichkeiten: Online-Aktivierung, Eingabe einer Serial, Aktivierung per Telefon oder der "Reduced Functionality Mode". "Im reduzierten Funktionsmodus lassen wir Sie ihren Browser für maximal eine Stunde nutzen, bevor wir Sie ausloggen." Auch bei bereits aktiviertem Vista soll gelegentlich geprüft werden, ob die Lizenz gültig ist. Prüfungen sollen beispielsweise beim Download von weiteren Microsoft-Programmen stattfinden. Stellt sich der Schlüssel als ungültig heraus, beginnt eine weitere Gnadenfrist von 30 Tagen, in denen der User zur erneuten Aktivierung seiner Lizenz aufgefordert wird. Während dieser Frist wird das Antispywaretool Windows Defender und die "ReadyBoost"-Speichererweiterung deaktiviert sowie die "Aero"-Oberfläche abgeschaltet. Zusätzlich wird der Hinweis, dass man eine unlizenzierte Version von Windows verwendet, auf dem Desktop eingeblendet. Nach Ablauf der Frist wird der User in den "Reduced Functionality Mode" versetzt. Für Unternehmen sieht Microsoft zwei neue Methoden zur Lizenzierung vor: mit dem "multiple activation key" (MAK) sollen verschiedene Windowsinstallationen in einem Unternehmen lizenziert werden können, die dann online registriert werden. Alternativ kann ein "key management service" (KMS) auf einem Server eingerichtet werden, bei dem Clients ihre Aktivierungen abholen. Es sei laut Microsoft "nur ein wenig zusätzliche Planung" erforderlich, um die neuen Lizenzierungsmöglichkeiten zu nutzen. Was seitens der Cracker zu erwarten ist, bleibt offen. Microsoft hat bereits angekündigt, alle Vista-Versionen auf einer einzigen DVD zu vertreiben - entsprechend der erstandenen Lizenz wird dann die Version installiert, welche der Kunde gekauft hat. Auf die sicherlich erscheinenden Patches darf man gespannt sein - auf die Vista-Phonehomes natürlich ebenfalls. Vista und Longhorn sollen nicht die einzigen Softwarepakete sein, die mit der neuen Lizenzierungstechnik ausgestattet werden: auch für den SQL- sowie den Exchange-Server Microsofts ist der Einsatz der "Volume Activation 2.0" geplant, ebenso wie für den kommenden Flight Simulator X. Verwandte News
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