gullinews am Dienstag, 28.11.2006 10:24 Uhr
Kritik am Vorgehen des Stamms läßt die Aktivisten bislang kalt. Zwar befürchten die Mapuche durchaus, dass ihre Sprache aussterben könnte, ihre Verwendung in der IT-Welt ohne ihre Erlaubnis lehnen sie dennoch ab.
"Wir sind der Ansicht, dass Microsoft und das chilenische Bildungsministerium uns übersehen haben, als sie ein Kommitee einsetzten, das den Fall untersuchte, ohne unser Einverständnis einzuholen, ohne uns zu beteiligen und ohne jegliche Anfrage. Das ist nicht der richtige Weg."
So einer der Aktivisten hinter der Klage.
Microsoft ließ ihr OS bereits in mehrere indigene Sprachen übersetzen. Die Mapuche-Version ist für die ungefähr 400.000 Angehörige des Stamms in Chile gedacht. An sich ein durchaus nobler Zug von Microsoft, eine relativ kleine Sprachgruppe mit einer eigenen Vista-Übersetzung zu berücksichtigen.
Auf der anderen Seite: auch für Microsoft dürfte es ein heilsamer Lerneffekt sein, die Absurdität des Besitzwahns an "geistigem Eigentum" einmal selbst zu spüren zu bekommen.
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am 29.11.2006 00:38:49: |
5n4k3 am 29.11.2006 17:51:23: |
eigs am 01.12.2006 18:26:44: |