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26. Juni 2006
Microsoft Privacy-Regeln sollen offengelegt werdenAus dem Desaster um das WGA-Phonehome hat man in Redmond offenbar Konsequenzen gezogen: Microsoft will seine Richtlinien zu Datenschutz und Privatsphäre offenlegen, die für alle seine Produkte gelten. Im Rahmen des Windows Genuine Advantage-Programms telefonierten Rechner mit der neuesten Version des Authentifizierungs-Tools täglich nach Redmond, ohne den Anwender darüber aufzuklären. Datenschützer begrüßen den Schritt, im Hause Microsoft erhofft man sich stärkere Beachtung von Privacy-Regeln auch bei anderen Softwareproduzenten. Microsoft habe eine globale, einheitliche Privacystrategie, die auch in Ländern gelte, die keine Standards hinsichtlich Datenschutz und Privacy einfordern. "Wir versprechen grundsätzlich, so transparent wie möglich zu sein. Wir vernachlässigten den Bereich der Benachrichtigungen, das werden wir definitiv ändern." So Peter Cullen, Chef der Privacy-Abteilung Microsofts. Die Regeln, die Microsoft veröffentlichen will, werden Richtlinien für die Kundenaufklärung über das Verhalten von Programmen vorgeben. In den veröffentlichten Guidelines werden viele Bestimmungen enthalten sein, an was sich Programme bezogen auf Privacy halten "sollten" - diese Soll-Bestimmungen werden Microsoft-intern als Muss-Bestimmungen gehandhabt. Microsoft war wegen der unangekündigten Phonehome-Funktionen der Validitätsprüfung "Windows Genuine Advantage" ins Gerede gekommen. Ohne Hinweis für den User meldete sich das Programm täglich bei Microsoft. Ein Tool zum Entfernen der Software wurde inzwischen von Firewallleaktester veröffentlicht, Microsoft will den Phonehome noch dieses Jahr abstellen und das Tool bis dahin nur noch alle zwei Wochen heimtelefonieren lassen. Verwandte News
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