gulli: Microsoft: Klagt gegen Softwarehändler und droht mit Zune zu scheitern
06. Mai 2008

Microsoft Klagt gegen Softwarehändler und droht mit Zune zu scheitern

Das Ziel der aktuellen Klageflut aus Redmond richtet sich gegen zahlreiche internationale Softwarehändler. Microsoft beschuldigt diese, Software illegal vertrieben zu haben. Die Produkte seien ohne nötige Lizenzen und Rechte in den Umlauf gebracht worden. Auch die Zukunft vom Musikplayer und dem zugehörigen Online-Marktplatz Zune ist infrage gestellt. Neue TV-Downloads sollen nun mehr Schwung in die Verkäufe bringen.

Nach der geplatzten Übernahme von Yahoo! macht Microsoft durch eine Vielzahl Klagen gegen Softwarehändler auf sich aufmerksam. Auslöser dieser Schritte seinen eine Vielzahl von Kundenbeschwerden über die Microsoft-Hotline gewesen. Häufig beklagt wurde die nicht ordnungsgemäße Lizenzierung der Produkte des Software-Riesen. Nun seien erste rechtliche Schritte gegen Firmen in den USA, Kanada, Ägypten und den Niederlanden unternommen worden. Unter anderem sei Software weiterverkauft worden, die lediglich Test- und Lernzwecken dienen sollte.

Auch beim Verkauf mit sogenannten "Volumen-Lizenzen" sollen fadenscheinige Händler nicht gegeizt haben. Um die Echtheit der Produkte zu wahren, sollen die Händler ebenfalls mit illegalen Echtheitszertifikaten gehandelt haben. Solche Unternehmungen sind seitens Microsoft klar verboten und dürfen nur in Verbindung mit dem Installationsmedium verkauft werden. Ein Fall, der für besonderes Aufsehen sorgt, sind die Machenschaften eines ägyptischen Händlers. Dieser hat eine Bildungsinitiative der dortigen Regierung genutzt und Software, die für einkommensschwache Bürger gedacht war, direkt in die Staaten verkauft. Vor Ort musste sich die Bevölkerung mit einer Raubkopie als Betriebssystem zufriedengeben.

 

Zune vor dem Aus?

Die Entwicklung des Zune Marketplace verläuft in den Augen von Microsoft zu zaghaft. In Zukunft soll die Attraktivität beim Kunden gesteigert und das Interesse durch das Angebot von Fernsehserien geweckt werden. Allgemein gelte der iPod-Konkurrent als ein wenig attraktives Gerät. Hinzu kommt, dass der Markt um MP3-Player in den USA langsam zum Abflachen kommt, was die Absätze weiter erschwert. Ob es Zune bald auch hierzulande gibt, ist noch unklar. Dies erscheint jedoch bei der Entwicklung und dem Fokus auf die USA als Markt eher unwahrscheinlich. Ab sofort stehen den Kunden in Übersee mehr als 800 Episoden populärer Serien auf Zune.net zum kostenpflichtigen Download zur Verfügung. (Autor: gS-)

(Via winfuture.de & pressetext.at, thx!)

  • 5 Kommentare zum Artikel
  • Der Zune ist ja auch ein cooles produkt, beim jetztigen dollarkurs könnte man sich das sogar überlegen. @Conservatory: Microsoft klagt gegen Softwarehändler (klar soweit?) und (Microsoft) droht mit dem Zune zu scheitern. Wenn du das nicht checkst... Und zu deiner Frage, also, ich vermute nur, hier kommts: Der Threadersteller könnts gewesen sein!

    Raphnex am 07.05.2008 12:42
  • Ich hab schon verstanden, was die Überschrift meint. Es ist nur einfach hässlich formuliert und das musste ich los werden. Danke für den Tipp mit dem Threadersteller. Dann kann ich meine Suche jetzt ja abbrechen...

    Conservatory am 07.05.2008 12:48

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