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20. März 2006
MI-Studie Filesharer sind unsere besten KundenP2P-Studie der CRIA belegt Bekanntes Wir wußten es ja schon länger: Tauschbörsennutzer sind die besseren Kunden der Musikindustrie. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn dieser Tatbestand nochmals von einer Studie belegt wird, die ausgerechnet vom kanadischen Verband der Musikindustrie CRIA in Auftrag gegeben wurde, welche seit Monaten das genaue Gegenteil propagiert. Neben aufmüpfigen Labels, welche die Kriminalisierung ihrer Kunden nicht mehr mittragen wollen und sogar angezeigte Filesharer im Gerichtsprozess unterstützen, hat man nun auch noch die nackte Statistik gegen sich. Die sagt, dass Filesharing nicht die Ursache für sinkende Verkaufszahlen sei und die am meisten sharenden Nutzer auch die fleißigsten Käufer sind. Nur ein Viertel der Befragten kauft nach einem Tauschbörsendownload niemals Musik, nachdem sie aus der Tauschbörse gezogen wurde. Drei Viertel der verhassten Filesharer sind demnach durchaus gute Kunden einer Industrie, die nichts besseres zu tun weiß, als sie mit Klagen zu überziehen. Über 20% gaben an, mehr als 10 mal getauschte Musik anschließend auch gekauft zu haben. Weiter stellte sich eine fleißig tauschende Altersgruppe - die 13-17jährigen - auch als die häufigsten Käufer heraus, obgleich gerade dort die tendenziell geringere Kaufkraft das Gegenteil hätte vermuten lassen. Wenig tauschende Altersgruppen - ältere Nutzer - kaufen hingegen weitaus weniger Musik. Während die Teens mit 11,8 gekauften CDs im letzten Halbjahr einen Großteil des Taschengelds in den Musikshops lassen, kommen die über 65-jährigen auf nicht einmal 3 CDs, die sie in den vergangenen sechs Monaten kauften. Aufgeräumt wurde auch mit dem Vorurteil, angesichts der kostenlosen Tauschbörsen verzichtet der Großteil der Verweigerer auf das CD-Shopping. Nach Gründen für vermindertes Kaufverhalten gefragt, gaben eben 10% die Verfügbarkeit der Musik in Tauschbörsen an. Mit Downloadmöglichkeiten haben die meisten genannten Gründe nichts zu tun: hohe Preise (16%), kein Interesse (14%), keine Zeit (13%) spielen eine größere Rolle. Die Preisgestaltung wird den Labels häufig vorgeworfen. Die Faktoren Interesse und Zeit ließen sich durchaus beeinflussen: mittels der Möglichkeiten des Internet, auch große Back-Kataloige anzubieten, oder das Shopping und die Nutzung von Musik zu erleichtern. Wer wenig Zeit hat, hat auch wenig Lust auf zwei Tage Zustellungsdauer bei Amazon oder der aufwändigen Recherche, ob die gewünschten Online-Tracks auch mit dem heimischen Player laufen. Mehr als genug Potential für eine Industrie, die nach eigenen Angaben Umsatzsteigerungen bitter nötig habe. Eine dankbare und konsumfreudige Kundengruppe ist einmal mehr ausgemacht. Verwandte News
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Klar, aber nur weil die Film/Musikindustrie auf diese Weise handelt ist dies objektiv noch lange kein Freibrief oder eine Rechtfertigung für ein kostenloses Kopieren. Ich versteh es aber bis zu einem gewissen Grad. Wenn ich meine gekauften Discs nicht abspielen kann so ist dies ein Rückgabegrund, bzw. des weiteren ein Grund nichts mehr zu kaufen. Was ich aber nicht verstehe ist wie sich in Schweden sogar eine Partei bilden kann, die sich zum ... The Sicilian am 14.06.2006 14:15
Zitat: Zitat von The Sicilian Was ich aber nicht verstehe ist wie sich in Schweden sogar eine Partei bilden kann, die sich zum Ziel setzt Filesharing zu legalisieren. Und das noch mit solchen Argumenten wie "Fuck you, this is Sweden not USA" oder ähnlichem. Ich sage mal, wenn jemand kopiert so soll er es tun, aber es muss nicht auch noch öffentlich breitgetreten werden, zumal damit nichts ausser das ... Karl Kunze am 14.06.2006 14:58
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