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13. September 2006
Metamachine eDonkey2000 gibt aufMonate nach der Ankündigung, eDonkey einzustellen, schloß die Betreiberfirma MetaMachine nun ihre Webseiten. Die Einigung mit der Musikindustrie sieht die Zahlung von 30 Millionen Dollar Entschädigung vor. Anders als ebenfalls geschlossene P2P-Seiten scheint eDonkey2000 nicht in einen Bezahldienst umgewandelt zu werden. Das Donkey-Netzwerk bleibt von der Aktion weitgehend unbeeindruckt: Emule hat den originalen Client längst abgelöst. Aktuelle eDonkey-Clients begrüßen den User seit zwei Tagen mit der Meldung ""The eDonkey2000 client is no longer available. See eDonkey2000.com for details." Die Seite www.edonkey2000.com ist indessen down. Auf der Seite edonkey.com findet sich hingegen der bereits von Grokster bekannte schlechte Scherz der "geloggten IP", die angezeigt wird - als ob das Aufrufen der eDonkey-Seite in irgend einer Weise strafbar sei: "If you steal music or movies, you are breaking the law. Auch der Betrag, den MetaMachine nun zu entrichten hat, wurde bereits einmal eingefordert: Bearshare verpflichtete sich ebenfalls zur Zahlung der 30 Millionen, die nun auch für MetaMachine fällig werden. Ob der Betrag je beglichen werden kann, ist fraglich: Gründer Yagan gab bereits an, Verfahren zur Legalität des Clients nicht führen zu können, da dafür 10 Millionen Dollar an Gerichtskosten veranschlagt werden müssten. Von der Ankündigung bis zur nun erfolgten Einstellung des Clients ist nun über ein halbes Jahr vergangen. Anders als beispielsweise iMesh oder der Klassiker Napster scheint für eDonkey2000 keine Überführung in einen kostenpflichtigen Dienst geplant zu sein, die Einigung zwischen Metamachine und der Musikindustrie sieht vor, dass in Zukunft über die Webseiten keine Software mit Peer-to-Peer-Fähigkeiten angeboten werden darf. Letztes Jahr kündigte Yagan noch an, den Dienst in ein geschlossenes, von der Industrie lizenziertes Netz umwandeln zu wollen: "Weil wir uns keinen Prozess leisten können - nicht einmal einen, den wir vielleicht gewinnen könnten - haben wir uns entschlossen, eDonkeys Nutzerbasis in ein "geschlossenes" P2P - Netz umzuwandeln, in dem Onlinecontent vertrieben wird. Ich erwarte ein entsprechendes Abkommen, sobald wir uns mit der RIAA geeinigt haben." Aus dieser Alternative wird nun offenbar nichts. Ebenso ist verboten, Quellcode und Technik des Clients offenzulegen - eine weitgehend folgenlose Forderung, da das eDonkey-Protokoll bereits von freien Open-Source-Clients genutzt und eingesetzt wird. Das eDonkey-Netzwerk wird damit von der Einstellung des Clients unbetroffen bleiben: mit dem neulich erschienenen eMule 0.47b steht ein Client für das Netz bereit, der den Ur-Esel bereits seit Jahren an Beliebtheit weit überflügelt hat. Und trotz Torrent ist das Donkey-Netz nach wie vor Mittel der Wahl, um vor allem rare, ältere und seltene Files zu finden. eDonkey-Gründer Sam Yagan hatte bereits letztes Jahr angegeben, gegen eMule vorgehen zu wollen - die Software verletze Markenrechte von Metamachine. Der Open-Source-Client erwies sich jedoch als schwer zu verklagen, hinter dem freien Client steht keine Firma wie im Fall von ed2k mit Metamachine. Verwandte News
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