gulli: Mediadefender: Schlacht gegen die Piraten verloren ?

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04. Juni 2008

Mediadefender Schlacht gegen die Piraten verloren ?

Es war ein sehr durchwachsenes Jahr für den Anti-Filesharing Dienstleister MediaDefender. Im vergangenen September wurde dem Unternehmen eine Datenbank voller interner Emails entwendet. Gefolgt von der DDoS-Attacke in der letzten Woche gegen Revision3. Somit ist es keine Überraschung, dass die Einnahmen des Unternehmens im Keller sind.

Die Firma MediaDefender (MD) ist bestens bekannt dafür, gerne Fake-Files in BitTorrent zu verteilen. Für die momentan so schlechte Lage macht sich MediaDefender allerdings nicht selbst verantwortlich. Sondern schiebt die Schuld den Plattenfirmen in die Schuhe. Im letzten Quartalsbericht wurde bekannt gegeben, dass die Umsätze in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind.

Ausschlaggebend dafür sei es, dass die Musikindustrie nicht mehr so viel Geld für die Defender-Dienste ausgeben möchte. Und weil auch die Industrie nicht die gewünschten Absätze erreicht hat, musste zum Leidwesen von Mediadefender an deren Honoraren gespart werden. Diese Begründung mag in den Augen des kritischen Beobachters etwas unsinnig wirken, denn die Plattenfirmen beschuldigen ja die Piraterie an der Misere schuld zu sein. MediaDefender möchte mit seinen Diensten eigentlich den Piraten Paroli bieten. Diese Begründung ergibt also wenig Sinn. Was unter Umständen natürlich sein könnte, ist die Tatsache, dass MediaDefender nicht im gewünschten Ausmaß gegen Musikpiraten vorgeht.

Und somit würde für die Musikindustrie unterm Strich einfach zu wenig rauskommen. Das Szeneportal Torrentfreak vermutet, dass die schlechten Nachrichten und besonders der Verlust von vertraulichen eMails das Geschehen maßgeblich beeinflusst haben. Im November 2007 musste das Unternehmen Verluste im Bereich von 800.000 US-Dollar hinnehmen. Es war zu erwarten, dass die Verluste auch in Zukunft nicht abreißen werden. Abgesehen davon beschränken sich diemediadefender Dienste von MediaDefender nicht mehr ausschließlich auf Tauschbörsen und deren Sabotageversuche. Auch vor Angriffen gegen andere Firmen wird nicht zurückgeschreckt. Die DDoS-Attacke gegen Revision3 hat dem Image der Tauschenbörsen-Überwacher bestimmt wenig Gutes getan.

(via torrentfreak.com, thx)

  • @ DasFragezeichen Du hast ja Recht ! ...aber wir haben es doch net nötig, uns auf das gleiche Level wie beispielsweise "MediaDefender", zu stellen. Einer meiner Kollegen sagt imma, "manche Dinge erledigen sich von selbst". Recht hatta ! Sicherlicher hat "Ethan" einen nicht unerheblichen Anteil an den "roten Zahlen" ^^ In meinem Link wird davon gesprochen, daß wohl MediaDefender hinter der Attack steckt. Entweder hat MD wirklich ...

    tOoNiCe4yoU am 04.06.2008 13:44
  • gut das sie verlohren haben immer wollen diese anti lecher kampagne was tun am ende verlieren sie genau wie bei rapidshare wo die gvu gegen die waren und verloren haben

    superstar11 am 04.06.2008 14:19
  • Wer Krieg führt, muss damit rechnen, dass er verliert.

  • Media Defender geht, Media Surveillance kommt... [...] Allein in den letzten 5 Monaten gelang es der Media Surveillance mit ihren Mitarbeitern, dem Markt mehr als 500.000 Links zu illegalen Inhalten zu entziehen. [...] [...]Die deutsche Medienindustrie hat zu ihrem großen Nachteil noch immer nicht bemerkt, dass sich die Verletzung des Urheberrechts nicht allein durch IP sammeln und Abmahnungen bekämpfen lässt. [...] Soll man die ...

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