Konkret handelte es sich um das in Firmen eingesetzte Produkt VSE 8.7. Für dieses brachte man kürzlich einen Patch heraus, der diverse kleinere Sicherheitslücken schließen sollte. Damit jedoch verschaffte man den betroffenen Usern nur noch mehr Probleme: Einige Rechner ließen sich nach dem Update überhaupt nicht mehr hochfahren. Der Grund: VSE 8.7 begann nach dem Update, wichtige Windows-Systemdateien als Malware einzustufen. Konsequenterweise wurden diese teilweise gelöscht oder unter Quarantäne gestellt, was das Betriebssystem logischerweise stark beschädigt - die Tatsache, dass Rechner nach einem solchen Vorfall nicht mehr booten, erscheint kaum überraschend.
McAfee versuchte, den Anschein zu erwecken, als seien die Probleme mit dem Patch, der vom 27. Mai bis zum 2. Juni verbreitet wurde, nicht sonderlich schwerwiegend. In einer Empfehlung wurden Benutzer aufgefordert, den Patch, falls sie ihn bereits installiert hatten, zu behalten. Postings im Supportforum der Firma allerdings zeichnen ein anderes Bild von zahlreichen unbenutzbaren PCs und Servern und verärgerten Admins. In einer anschließenden Stellungnahme gab McAfee "mögliche Probleme" zu, betonte aber, diese würden nur selten auftreten. "Eine sehr kleine Anzahl von Kunden berichtete von Problemen mit dem Patch auf einer begrenzten Anzahl von Computern," heißt es dort wörtlich. McAfee sucht derzeit nach der Ursache für die Probleme und plant dann, den Patch in einer überarbeiteten Version erneut herauszubringen. Die Benutzer allerdings sind alles andere als begeistert davon, dass ein Patch, auf den man bereits lange gewartet hatte, derartige Probleme verursacht. Vielfach werden strengere Beta-Tests vor der Veröffentlichung gefordert, um derartige Fehlschläge in Zukunft zu vermeiden. (Annika Kremer)(via The Register, thx!)
| 8 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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skarji am 09.06.2009 19:58:52: |
La-Ultima am 09.06.2009 20:12:57: |
Novo am 10.06.2009 09:10:39: |