gulli: Markenpiraterie: China will Olympias Markenrechte besonders schützen
17. April 2008

Markenpiraterie China will Olympias Markenrechte besonders schützen

Die Volksrepublik China gilt als Hochburg kommerzieller Plagiate. An dem Plan, Produktpiraterie bis Ende 2007 auszumerzen, sind die Chinesen grandios gescheitert. Deshalb wollen sie nun die Markenrechte der Olympischen Spiele 2008 in Peking besonders schützen.

Der nun veröffentlichte Jahresbericht für 2007 kommt mit großen Zahlen daher: 76 Millionen illegal kopierte Produkte beschlagnahmt, über 13.000 Firmen, die sich auf Markenpiraterie konzentriert hatten, geschlossen. 4322 Menschen wurden wegen Verstößen gegen Marken- und Urheberrechte verurteilt.

Gemessen an der Bevölkerung Chinas ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein, zumindest wenn es nach amerikanischen Lobbyverbänden geht. Die sprechen davon, dass 80 bis 90 Prozent der in China eingesetzten Software illegal kopiert wurden.

Zumindest auf einem Feld will die Volksrepublik in diesem Jahr allerdings besser dastehen. Die Markenrechte der Olympischen Spiele sollen besonders geschützt werden, hieß es in dem kürzlich veröffentlichten Bericht.

Der "Schutz" der Marke "Olympische Spiele" hat in den letzten Jahren geradezu absurde Ausmaße erreicht. Aus dem Schutz einzelner Markennamen ist eine regelrechte Wortzensur entstanden, die sich teilweise auch einfach gegen kritische Berichterstattung wendet. Eine Tendenz, die allgemein bei Großereignissen zu beobachten ist

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