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14. Juli 2008

Malware Stirbt das Internet 2012?

Emails waren schon immer ein beliebtes Mittel, um Malware zu verbreiten. Nun scheint die Zeit für einen Schädling, der in einer außergewöhnlichen Weise auf sich aufmerksam macht, reif zu sein. Um das Interesse möglichst vieler Internetnutzer zu gewinnen, tarnt sich der Schädling hinter einer Email mit dem Betreff "2012: Das Jahr in dem das Internet stirbt." Im Dateianhang werden weitere Informationen versprochen. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter Malware, die einem Angreifer den Einbruch in das jeweilige System ermöglicht.

Mehrere Sicherheitsanbieter berichten von einer neuen Spamwelle. In der auf elektronischem Wege verschickten Post wird behauptet, dass im Jahr 2012 das Internet sein Ende finden soll. Wer in seinem Postfach Emails mit dem Betreff "Secret Plan To Kill Internet By 2012: Leaked?" oder "2012: The Year The Internet Ends" entdeckt, sollte in jedem Fall auf der Hut sein. Weitere Details bezüglich der angeblichen Verschwörung hat der Absender als Portable Document Format (PDF) in den Anhang gepackt. Abgesehen davon, dass die Behauptung frei erfunden ist, beinhaltet der Anhang einen Schädling namens Pidief.A/PDFex-A. Im schlimmsten Fall kann dieser die Windows-Firewall deaktivieren und weiteren Schadcode auf das System einschleusen.

Im weiteren Verlauf der Email wird behauptet, dass bereits Pläne geschmiedet wurden, die die Form des Internets grundsätzlich verändern sollen. Vom bislang bekannten freien Netz soll in vier Jahren nicht mehr viel übrig sein. Das neue Model weist angeblich Ähnlichkeiten mit einem "Fernseh-Abo" auf. Das Softwarehaus Symantec hat den Spuk genauer unter die Lupe genommen. Dabei kamen die Sicherheitsexperten zum Ergebnis, dass über 70 Prozent des Junk-Mails in den USA ihren Ursprung haben. Dicht dahinter kommen neun Prozent aus Großbritannien. Auf dem letzten Platz mit sechs Prozent reiht sich Kanada ein. Verglichen mit anderen Spam-Mails weist diese Variante eine außergewöhnliche Idee auf. So wird behauptet, dass die Netzneutralität in den kommenden Jahren verloren geht. Die Internetanbieter würden dann den Zugang zu Webseiten ihrer Partner schnell gestalten, alle anderen Seitenaufrufe werden laut der Verschwörungstheorie der Junkmails stark ausgebremst und dadurch unbrauchbar gemacht. Man orakelt zudem, der Anteil von Video-Streamingseiten würden die Internetkapazitäten schon in Kürze an seine Grenzen bringen. In gewissen Ländern sollen exklusive Internetrechte für bekannte Inhalte reserviert werden.

Dank der Spam-Filter ist der Umgang mit den Mails recht einfach. Bislang sind nur wenige Variationen der Verschwörungs-Email im Umlauf. Zusätzlich beinhalten alle diese Emails einen Dateianhang, die die Filtereinstellung weitgehend vereinfacht. Wer auf seinem PC einen gängigen Antiviren-Scanner installiert und diesen zudem in den letzten neun Monaten (solange treibt der Schädling bereits sein Unwesen) aktualisiert hat, sollte mit der Erkennung des Schädlings keine Probleme haben. (gS-)

(via itwire.com, thx!)

  • Zitat: Zitat von dosenbrot Ist sowas unter Linux auch gefährlich, oder nur für Windows? Ich frag weil ich seit 1 Woche fast ausschließlich mit Linux unterwegs bin. Zitat Latexschlampe Also ich denke, du könntest mal probieren, den Virus mit Wine zu starten. Evtl. hast du ja Glück dabei- Wenn du den Virus damit tatsächlich starten kannst, solltest du aber Wine nicht schließen, sonst ist dein Glück gleich wieder ...

    dosenbrot am 14.07.2008 14:24
  • Hmm.. rofl.. xD dachte 2000 sollte das internet sterben.. aber naja: Ey leute.. verdammt! Windows 3.11 Wird vom Markt genommen Nun muss ich vista kaufen xD

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