gullinews am Samstag, 20.09.2008 23:09 Uhr
Mit ihrer Demonstration wollten die Organisatoren ein Zeichen setzen gegen bundesweit geplante oder bereits eingeführte Maßnahmen (wie die Vorratsdatenspeicherung, biometrische Ausweisdokumente oder die im Neuentwurf zum BKA-Gesetz vorgesehenen Fahndungsmaßnahmen wie Mikrofon- und Kamera-Überwachung in Privatwohnungen, heimliche Online-Durchsuchungen privater Rechner und Rasterfahndungen durch das BKA) aber auch gegen eine lokale Besonderheit: Das neue bayerische Versammlungsgesetz. Dieses schränkt nach Ansicht von Kritikern die Versammlungsfreiheit im Freistaat in inakzeptabler und verfassungswidriger Weise ein. Deswegen wurde bereits Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingelegt.
Insgesamt zogen die Veranstalter eine positive Bilanz der Veranstaltung. Zwar blieb die Teilnehmerzahl mit knapp 1000 Menschen etwas hinter den Erwartungen zurück, was die Verantwortlichen mit der Tatsache, dass es diesmal nicht wie bei den Protesten zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung einen "konkreten Anlass" gab, aber auch auf die zeitgleich in Köln stattfindende Demonstration gegen Rechtsextreme und Rechtspopulistische Gruppen zurückführten. Es gelang aber, wie Demo-Organisator Klaus Müller vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung berichtet, auch, bisher am Thema nicht bis wenig interessierte Menschen auf die Thematik aufmerksam zu machen. Müller lobte ausdrücklich die guten Reden und auch die schöne Zusammenarbeit innerhalb des Aktionsbündnisses. Die Kundgebung verlief friedlich und ohne Probleme. Für das Verhalten der Polizei gab es vom Veranstalter ein ausdrückliches Lob.
Nun bereitet sich die Datenschutz-Szene ganz auf den internationalen Aktionstag "Freedom not Fear" am 11. Oktober und die in diesem Rahmen stattfindende Großdemonstration in Berlin vor. (Annika Kremer)
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gullinews am 20.09.2008 23:07:24: |
itschycs am 21.09.2008 03:06:48: |
micro.17 am 21.09.2008 10:39:30: |