gulli: Lotek64 mit rundem Geburtstag: Ausgabe 25 wird heute in Wien vorgestellt
20. April 2008

Lotek64 mit rundem Geburtstag Ausgabe 25 wird heute in Wien vorgestellt

Ungeachtet des massenhaften Sterbens vieler anderer Hobbymagazine im Retrosektor erblickt heute die neue Ausgabe der Lotek64 das Licht der Welt. Nummer 25 wird am heutigen Nachmittag und Abend im Rahmen des Commodore-Meetings 2008 in Wien präsentiert. Die PDF-Datei ist bereits kostenlos verfügbar, der Postversand kann aus Zeitgründen erst ab nächster Woche erfolgen.

 

Im Jahr 2002 begann der Grazer Georg Fuchs mit der Veröffentlichung der ersten Ausgabe des Magazins. Mittlerweile hat sich ein Team aus über zwölf festen und zahlreichen freien Mitarbeitern gebildet, um ihn mit Rat und Tat zu unterstützen. Inhaltlich dreht sich alles um alte Konsolengeräte und Retrocomputer. Wer glaubt, das SNES von Nintendo oder die PSX von Sony waren die ersten Konsolengeräte, kann sich hier eines Besseren belehren lassen. Man wagt aber nicht nur einen kritischen Blick zurück in die Vergangenheit der Spiele- und Computergeschichte, sondern bezieht auch aktuelle Ereignisse und frische Hardware und Spiele in die Berichterstattung mit ein. Die Redakteure sind entweder in der C64 Demoszene beheimatet oder beschäftigen sich in ihrer Freizeit sehr intensiv mit klassischen Spieletiteln. Die Zeitschrift wird lediglich gegen Erstattung der Portokosten verschickt, trotz dieses Finanzmodells fällt der Anteil an Anzeigen in jeder Ausgabe sehr überschaubar aus.

Ausgabe 25 bringt den Lesern ab nächste Woche viel Kettensägengeheul und Benzingeruch nach Hause: 20 Jahre Geschichte des Spiels "Maniac Mansion" wollen begutachtet werden. In einem Spezial werden mit Fugger, Kaiser und Oil Imperium einige der besten Wirtschaftssimulationsspiele auf dem C64 intensiv beleuchtet. Inhaltlich geht es aber auch wieder sehr musikalisch zu. Die Retroband "Carbon Based Lifeforms" wird einem Interview unterzogen, ebenfalls wie alle erwähnenswerten Musikreleases einer Rezension. Der Retro-Newsticker hält wie üblich alle Freunde alter Computer auf dem aktuellen Stand und auch ein Rückblick auf die dritte Bochumer Retrobörse durfte nicht fehlen. Ausgabe 25 kann wie üblich von der offiziellen Homepage als deutschsprachiges PDF herunter geladen werden.

Große Ankündigungen der Redaktion sucht man in der Jubiläumsausgabe vergebens. Dieses Hobbyprojekt wird so wie bisher gehandhabt. Das unausgesprochene Motto lautet dabei: Jede Ausgabe ist fertig, wenn sie fertig ist, nicht früher und auch nicht später. Keiner der aktiven Mitglieder ist in einem Alter, in dem man neben Familie, Kindern und Job tagtäglich unzählige Stunden für ein solches Hobby aufbringen kann. Außerdem hat man in Graz und anderswo bislang sehr gute Erfahrungen mit dieser eher entspannten Einstellung gemacht. Wer von den tragenden Säulen kurzfristig keine Zeit übrig hat, wird gerne spontan von einem der anderen Mitarbeiter vertreten. Wenn im Ernstfall alles etwas langsamer vonstattengeht, bringt das auch keinen der Redakteure auf die Palme. Vielleicht hat sich dieses deutschsprachige Magazin im Gegensatz zu vielen anderen Projekten gehalten, weil man es hier etwas langsamer angehen lässt. In den letzten Monaten war zur allgemeinen Bestürzung der Fangemeinde ein regelrechtes Massensterben an diversen Retro-Magazinen auf dem Amiga und Commodore 64 zu beobachten.

Das heutige Commodore Meeting findet wie in den letzten Jahren auch in der Wiener Freiheit ab 16 Uhr in der Schönbrunner Straße 25 in Wien statt. Der Eintritt ist wie immer kostenlos, das Mitbringen eigener Hard- sowie Software wird von den Organisatoren ausdrücklich erwünscht! Neben einem aufgebrezelten Amiga-4000PPC mit OS 4.0, einem 'Draco' Amiga Clone wird dort für Retrofans viel alte und zugleich spannende Hardware zu sehen sein.

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