Wenn einem privaten Homepagebetreiber die Publikation von Bildern erlaubt wird, bedeutet dies nicht, dass diese aus redaktionellen Kontexten frei verlinkt werden dürfen. So jedenfalls das Urteil des OLG München, vor dem ein recht bekannter Rechtsanwalt gegen einen recht bekannten IT-Verlag klagte. Eine entsprechende Berufung gegen das Urteil wurde heute zurückgewiesen.
Laut dem Gericht komme es im vorliegenden Fall nicht darauf an, dass seitens des Verlags die Bilder publiziert oder nur verlinkt wurden. Auch die Tatsache, dass in einem Diskussionsforum durch den Kläger selbst bereits ein Link auf die Seite mit den Bildern gesetzt wurden, spiele keine Rolle: eine Einwilligung des Abgebildeten sei dadurch noch nicht ableitbar und auch nicht durch die Pressefreiheit gedeckt.
Haftung für Links mit neuer Intensität aufkochen. Bereits 1998
begann die Debatte, ob für Hyperlinks zu möglicherweise fragwürdigen Inhalten eine Haftung angenommen werden kann. Verschärfend kommt hinzu, dass es sich bei der verlinkten Seite selbst nach Ansicht des Klägers nicht um einen unzulässigen Inhalt handelt, sondern die Erlaubnis zur Publikation erteilt ist und ausschließlich das Linken durch Dritte ohne entsprechende Genehmigung untersagt wurde.
Eine Revision des Urteils vor dem Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen, es besteht jedoch die Möglichkeit zu einer Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH.
... Auch wenn der Bericht bei gulli bezüglich der Prozessbeteiligten gezielt ein wenig schwammig formuliert wurde, lässt er doch in Bezug auf das Urteil und den “Tatbestand” keine Deutlichkeit missen: Das Verlinken von Bildern ohne ...
Zitat: Zitat von Gravenreuth Also wenn es immer so ausgeht wie bei HEISE beim OLG München, wonach HEISE 84% zahlen darf, dann kann man mit dieser Quote sehr gut leben. Na? Leben wir wieder in unserer eigenen, kleinen Welt? Wie sieht denn die Quote so aus, wenn man die erste und die zweite Instanz zusammenrechnet? Schließlich hat GvG in der ersten Instanz, Urteil hier, nicht nur hinsichtlich des ...
Zitat: Zitat von Cpt Wurstwasser 2 von 3 verloren. Man muss wohl GvG sein, um mit so einer Quote nicht nur gut leben zu können sondern sogar noch damit anzugeben. Ich kann schon verstehen, wenn Günni die Kostenfrage vorrangig betrachtet. Immerhin trägt er ja auch zu seinem Lebensunterhalt bei, wie er vor Gericht erklärte. (Durch die Bezahlung von Lebensmitteln und so).
Zitat: Zitat von Gravenreuth Also wenn es immer so ausgeht wie bei HEISE beim OLG München, wonach HEISE 84% zahlen darf, dann kann man mit dieser Quote sehr gut leben. Der feiert sogar eine Teilschuld als absoluten Sieg, mein Gott wieviel berauschende Substanzen nimmt der täglich zu sich? Naja ihr Freund Dolzerchen hat sich ja auch als Sieger gefühlt, als er in München aus dem Gerichtssaal eilte. ...
Zitat: Zitat von gulli:news Wenn einem privaten Homepagebetreiber die Publikation von Bildern erlaubt wird, bedeutet dies nicht, dass diese aus redaktionellen Kontexten frei verlinkt werden dürfen. So jedenfalls das Urteil des OLG München, vor dem ein recht bekannter Rechtsanwalt gegen einen recht bekannten IT-Verlag klagte. Eine entsprechende Berufung gegen das Urteil wurde heute zurückgewiesen. ...