gulli: Limewire teilt nicht nur Files: Werbeeinnahmen auch für die Labels erwägenswert
15. Mai 2008

Limewire teilt nicht nur Files Werbeeinnahmen auch für die Labels erwägenswert

"Wir hoffen darauf unsere Werbeeinnahmen mit den Plattenlabels irgendwann teilen zu können." So der Plan von Limewire CEO, George Searle. Einer Zusammenarbeit mit der Musikindustrie würde er nicht entgegenstehen, sie würden gar 40 Prozent der Werbeeinnahmen erhalten. Die finale Chance für die Majors den Eintritt ins Zeitalter Internet doch noch zu schaffen?

Eine schwer zu beantwortende Frage, wenngleich das Konzept von Limewire für sich spricht. Seit letztem Jahr entwickle man bereits Techniken, um Textwerbefelder optimiert auf das Filesharingverhalten des Nutzers einzubinden. George Searle ist dabei fest davon überzeugt, dass Limewire aufgrund seiner großen Userzahl leichtes Spiel haben wird.

"Limewire hat etwa 80 Millionen Nutzer, die durchschnittlich fünf Millionen Suchanfragen in P2P Tauschbörsen erzeugen, und das jeden Monat! Limewire ist in puncto Suchanfragen also durchaus vergleichbar mit Suchmaschinengiganten wie Google oder Yahoo. Tatsächlich dürfte es sogar so sein, dass es sich bei Limewire um die drittgrößte "Suchmaschine" handeln dürfte, die durch einzelne User lebt. Vorausgesetzt Limewire wäre eine Website."

Tatsache ist, dass Limewire keine Website, sondern eine P2P Software ist. Werbeeinnahmen durch die 5 Millionen Suchanfragen stehen also folglich noch aus, scheinen aber durchaus erreichbar. Limewires CEO kann es scheinbar kaum erwarten, einen Testlauf mit Werbung zu starten: "Wir möchten bereits im kommenden Monat damit beginnen, Textwerbefelder in Limewire zu integrieren. Die Werbeeinblendungen werden über den Suchergebnissen eingeblendet, jedoch sehr deutlich als Ads hervorgehoben. Wir werden diese Werbung in erster Linie nutzen, um unseren neuen Musikdownload-Shop zu promoten, aber Firmen dürften auch sehr bald Werbeplätze dort kaufen können."

Sollte das Konzept von George Searle aufgehen, so dürfte dies ein großer Sprung für die Filesharer sein. Limewire, der Client und auch das Unternehmen selbst käme der Legalität einen erheblichen Schritt näher. Vielleicht begreift die Musikindustrie das Potenzial, welches in Tauschbörsen steckt, und investiert in Form von Werbung in diese. Vielleicht beendet sie dann auch den vehementen Kampf gegen User, die Musik sharen. Ein solides Konzept versucht mit einem sturen Partner zu kooperieren, ein Deal, der bei Gelingen nur Vorteile bringen dürfte.

Limewire, Filesharing, Peer-To-Peer(Via afterdawn, thx!)

  • 9 Kommentare zum Artikel
  • Ich fürchte denen geht es primär darum sich im Nachhinein zu legalisieren. Die Idee ist ja grundsätzlich sehr gut aber das wird wohl nix...

  • Hat das Weiße Haus nicht über George verlauten lassen, dass Terroristen über Limeware Pläne austauschen. Mir war so als ob... http://www.gulli.com/news/filesharin...en-2007-07-25/ Klingt als ob der Weltuntergang nun doch nicht bevorsteht. Na so was...

    Kontrolltroll am 16.05.2008 01:59

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