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23. Januar 2007
Limewire Monopolklage gegen Labels gefordertIn die zweite Runde geht die Auseinandersetzung zwischen Limewire und Musiklabels. Letztere forderten 150.000 Dollar Entschädigung pro getauschtem Song. Limewire reichte Gegenklage wegen Monopolmissbrauch ein. Die Labels forderten die Zurückweisung der Klage, nun legt Limewire nach. Man könnte ein legitimer Wettbewerber auf dem Musikmarkt sein, würden die Labels ihre Monopolstellung nicht gesetzeswidrig ausnutzen. Limewires Analyse der Situation: die heutige Mediendistribution gleicht einer Sanduhr. Eine breite, noch nie dagewesene Vielfalt von Künstlern bietet einer riesigen Hörerschaft ihre Titel an - dazwischen befindet sich der Flaschenhals, an dem die Labels steuern und den sie gegen alle Konkurrenz verteidigen. Limewire könnte zum Distributor werden, das Monopolstreben der Labels hindere den Filesharing-Anbieter daran. Zur rein legalen Distribution sei Limewire nämlich wohl in der Lage: allein das Monopolinteresse der Labels hindere das Unternehmen daran. Konkret stehe eine Technologie bereits bereit, mit der das unerwünschte Tauschen urheberrechtlich geschützten Materials mittels der Hash-Werte der angebotenen Files unterbinden könne, die Labels weigerten sich jedoch, die Hashes an Limewire weiterzugeben. iMesh, einer der Konkurrenten, würde mit diesen Hashwerten versorgt, Limewire indessen nicht. Anstatt die Hashwerte herauszugeben und Limewire so das Filtern zu ermöglichen, würde verlangt, dass Limewire Audible Magic einsetzen soll. Audible Magic sei nach Angabe LimeWires jedoch vom Sharman Network-Partner Altnet abhängig, der Patente an AudibleMagic-Technologie halte. DIese Patente seien nach Auffassung Limewires jedoch ungültig. Man werde zur Nutzung dieser Technologie nur deshalb gezwungen, um als Konkurrenz erst gar nicht in Erscheinung zu treten. Eine Argumentation, die Zahnschmerzen bereitet - wenn Audiblemagic funktioniert wie versprochen, dann wäre die Soft immerhin in der Lage, verschiedene Rips ein und desselben Tracks zu erkennen, während bei einem simplen Hash, wie von Limewire gefordert, im Prinzip nur der ID3-Tag geändert werden müßte, um den Filter zu umgehen. Leistungsfähiger scheint AudibleMagic daher allemal. Auf der anderen Seite hat sich die klagende Industrie bereits in so viele Widersprüche verstrickt, dass der Gegenseite das Nebelwerfen nicht wirklich übel genommen werden kann. Schon allein, dass man sich von mehreren Filesharing-Softwareanbietern bereits fürstlich entschädigen ließ, die User aber dennoch für weitere Schadenersatzzahlungen belangt, bleibt fragwürdig. Und monolistische Strukturen - trotz des ersten Top40-Hits eines nirgendwo unter Vertrag stehenden Künstlers dürften diese nach wie vor problemlos zu beobachten sein. Verwandte News
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Zitat: Zitat von Biertrinker 2 Fragen an dich: Was hat das mit der News zu tun?Hast du die News überhaupt richtig gelesen, oder bist du nur über den Titel gestolpert? Die selben 2 Fragen sollen auch an dich gehen... "In die zweite Runde geht die Auseinandersetzung zwischen Limewire und Musiklabels. Letztere forderten 150.000 Dollar Entschädigung pro getauschtem Song." Vielleicht ... Saftig am 24.01.2007 13:50
Danke Saftig Und ich frage nochmal: Wenn schon die Tauschplattformen eine Entschädigung zahlen sollen / müssen, warum dann auch die Benutzer? Das ist und bleibt doppelte Abzocke. Das ist wenn du beim Bäcker der im Kaufhaus mit drin ist deine Brötchen bezahlen musst und am ausgang des Kaufhauses musste dann nochmal bezahlen. DasFragezeichen am 24.01.2007 15:06
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