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26. September 2005

Limewire baut Filtersoftware ein

Version 4.9.30: vor dem Update wird gewarnt

Die erste gute Nachricht zuerst: Limewire wird offenbar trotz der anfänglichen Zweifel von CEO Gorton weiter entwickelt. Die zweite: die inzwischen in Limewire 4.9.30 eingebauten Filter scheinen nicht effektiv zu funktionieren. Die schlechte Nachricht: die Arbeit an Filtersoftware für Limewire-Clients ist offenbar in vollem Gange. Die kürzlich erschienene Version beinhaltet entgegen unserer Annahmen bereits Filter, welche indessen noch wenig Effekt zeigen.

Die Entwicklung Limewires findet inzwischen in zwei verschiedenen Entwicklungszweigen statt: einmal der CC-Verify - Zweig, dessen Programmversion bei unlizenzierten Files per Popup nachfragt, ob der User entsprechende Rechte hat, die Datei zu sharen. In der CC-Publish - Entwicklungslinie hingegen besteht die Mögichkeit für den User, selbsterstellte Files entweder lizenzlos oder mit CC - Lizenz versehen ins Tauschnetzwerk freizulassen.

Indessen sind die Beobachtungen verschieden - uns wurde berichtet, dass auch beim Verschieben unlizenzierter Files in den Shared - Ordner keine Popups folgten, geschweige denn Dateifreigaben gesperrt wurden. Im Gnutellaforum wurde der Update auf die aktuelle 4.9.30 empfohlen, da der Client einige Verbesserungen erfahren hätte, die Einschränkungen hingegen nicht funktionieren würden. Auf Slyck hingegen wird vom gelegentlich erscheinenden Popup berichtet, welches indessen wirklich folgenlos bleibt und schlicht wegzuklicken sei.

Dennoch dürfte für den regelmäßig updatenden Limewire-User demnächst Vorsicht angesagt sein - auch die Freigabe des Codes bewahrt offenbar nicht vor Einschränkungen der Leistungsfähigkeit des Gnutella - Clients. Gnutella-Clients gibt es indessen viele, neben BearShare connected auch beispielsweise das kürzlich aktualisierte Shareaza oder Morpheus ins Gnutella- bzw. G2 - Netz. Bearshare steht jedoch ebenfalls im Visier der RIAA, für Limewire ist anzunehmen, dass auch bei parallelen Entwicklungen von unkastrierten OS - Varianten das große Versionswirrwar ausbricht.

Im Gnutellaforum wird konsequenterweise geraten, doch den Wechsel auf eMule und Torrent ins Auge zu fassen. Soweit soll hier nicht gegangen werden - die schnelle Reaktion der Community auf entsprechende Restriktionen im Fall von WinMX zeigt, dass selbst bei kleineren Tauschbörsen die User und Entwickler immer wieder die Nase vorn haben - egal, was die Copyrightindustrie an Knüppeln zwischen diverse Beine wirft. Man darf weiter gespannt sein.

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