gulli: LegalTorrents.com: Simon Carless legt neu auf
31. März 2008

LegalTorrents.com Simon Carless legt neu auf

Sowohl der BitTorrent-Tracker Mininova, als auch ThePirateBay bemühen sich zunehmend, als alternative Vertriebs- und Werbeplattformen für Künstler zu fungieren. Einer der ersten Versuche war zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen der Gruppe Nine Inch Nails mit ThePirateBay. Minovas Content Distributions-Programm bietet Künstlern ein breites Spektrum an Verteilungsmöglichkeiten ohne jegliche Kosten an. Diese Möglichkeit wird jedoch aktuell von zu wenigen Künstlern wahrgenommen, als dass sie eine reale Alternative für den Konsumenten darstellen könnte.

Doch diese Idee ist nicht grundsätzlich neu: Schon 2003 bemühte sich Simon Carless darum mit LegalTorrents.com eine Datenbank zur Nutzung legaler Torrents aufzustellen. Carless ist besser bekannt als Hollywood, Musiker und Organisator von Monotonik, einem der ältesten Netlabels der Szene. Das alte System von LegalTorrents sah jedoch Carless als einzigen Seeder vor, diese Begrenzung sollte sich jedoch als Achillesferse erweisen. Das Projekt geriet immer mehr in Vergessenheit.

Vor einigen Monaten eröffnete er mit einem neuen Team das neu strukturierte LegalTorrents.com, das nunmehr das Uploaden durch verifizierte Benutzer ermöglicht. Der Interessenschwerpunkt liegt hierbei auf unabhängigen Künstlern, denen durch ein Spendensystem von zufriedenen Nutzern Geld zukommen kann, wobei 15% der Spenden an LegalTorrents abgeführt werden. "BitTorrent, Vuze und Mininova ähneln Legaltorrents am ehesten", so LegalTorrents-Mitinitiator Jonathan Dugan, "obgleich alle von ihnen sehr kommerziell ausgerichtet sind, während wir eher den Communitygedanken pflegen".

BitTorrent verliert immer mehr das Image des rein illegalen Protokolls und gewinnt den ihm zustehenden Glanz einer kostenlosen Möglichkeit den eigenen Bekanntheitsgrad enorm zu erhöhen, in Zeiten, in denen selbst Warner Music über eine Kulturflatrate nachdenkt, könnten also für Legaltorrent und Derivate rosige Zeiten anbrechen. Hoffen wir's. (Autor: Bitrao)

(Via TorrentFreak)

  • 7 Kommentare zum Artikel
  • Ach okay, verstehe jetzt..

  • @Musicjunkie richtig! die warezseitenbetreiber würdens ja nicht tun, wenn es sich nicht lohnen würde... die meisten könnten das in ihre bereits vorhandene webpräsenz einbinden, dann gäbs gleich etliche tausend aufrufe mehr, dann käm auf den reingewinn nurnoch MwSt oder? und dann ist der staat auch zufrieden, dann würden die halt alle im ausland hosten und man käm auch immer einfach an die indizierten titel und selbst die ...

    alter_Bekannter am 01.04.2008 07:07
  • Ich weiß nicht, wie du dir das vorstellst... Was glaubst du, wieviele von den Durchschnittsbesuchern der Bandwebsites die Seite einer bis dato relativ unbekannten Band nochmal besuchen, wenn sie von Layer-Ads genervt werden? Du musst daran denken, dass es immernoch Normaluser und Girlies sind, die den meisten Traffic auf Bandseiten verursachen. Ich hatte mal eine Website für eine lokale (mit mir befreundete) Band gemacht und dann irgendwann ...

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