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20. Februar 2008
Lawrence Lessig for Congress CC-Aktivist denkt über Kandidatur nachMit "Code and other Laws of Cyberspace" legte Stanford-Juraprofessor Lawrence Lessig den Grundstein für seine Reputation im Internet. "Creative Commons", die gemeinfreie Allmende an digitalen Gütern ist zu weiten Teilen sein Baby, freie Kultur, Internet- und Urheberrecht seine permanenten Arbeitsfelder. Nun denkt der CC-Aktivist laut über eine Kandidatur für den US-Kongress nach - und mag die Netzgemeinde dazu hören. Mehr Internet-Sachverstand in die Politik? Oder lieber online Fakten schaffen? Nachdem der Kongressabgeordnete seines Wahlkreises gestorben ist, stellt sich die Frage der Nachfolge. Lessig sind durchaus Chancen zuzutrauen, sollte er sich für eine Kandidatur entscheiden. Dass damit erheblicher rechtlicher sowie technischer Sachverstand in den Kongress und die einschlägigen Ausschüsse Einzug halten würde, wird kaum bezweifelt - weder von der Facebook-Gruppe, die zuerst Lessig zur Kandidatur aufrief, noch die Unterstützer, die sich auf draftlessig.org zusammengefunden haben. Auf seinem Blog kündigt Lessig nun eine Entscheidung in Kürze an. In der Tat wäre Lessig eine Stimme im Senat, die enormen Sachverstand in die anstehenden Debatten und Gesetzgebungsverfahren hineintragen könnte. Spannend vor allem: das Verhältnis zwischen Technik und Politik bzw. Recht ist seit langer Zeit ein zentrales Thema Lessigs. Dass Technologie mitnichten "frei" ist, sondern sich entlang von Regeln, Normen und Gesetzen entwickelt und diese Regeln wiederum, in Code übersetzt, in die Technikwelt einfließt, ist zentrale These seines zum Standardwerk gewordenen Titels "Code and other Laws of Cyberspace". In diesem Bereich ist Lessig wohl einer der Prototypen des "Law Hackings", der mittels rechtlicher Konstrukte wie den Creative Commons den Weg für technisch realisierte Plattformen ebnet, die ihrerseits wieder die Gesellschaft und ihren Umgang mit Wissen, Medien und Information verändern können. Die große Frage: ist es erstrebenswerter,. weiter aus dieser "Außenperspektive" die Technik und Rechtskonstrukte zu produzieren, die Freiheit unter der aktuellen Gesetzeslage garantieren, oder sollte er diese Ziele auch aus der anderen Richtung heraus betreiben? Fähig dazu wäre er allemal - und böse Zungen werden konstatieren, auch angepasst genug. Denn der Netzaktivist Lessig ist in Bezug auf Urheberrecht und der Legitimität seiner aktuellen Ausprägungen längst politik-kompatibel geworden. Die deutlichen Distanzierungen von der unlizenzierten Verbreitung von Medien, die in seinem aktuellen Titel "Freie Kultur" lesen kann, sucht man in manchen früheren Schriften vergeblich. Verwandte News
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stimme Tom030 zu, die politik wird von lobbyisten (schreibt man das so) bestimmt und die sind dann bestimmt auch noch in der überzahl, was das bedeutet kann sich ja jeder selbst ausmalen! außerdem sind es zwei verschiedene paar schuhe, sich "nur" zur wahl aufstellen zulassen und dann auch gewählt zu werden! denn über dem großen teich hat der die besten chancen eine wahl zu gewinnen, der auch ne menge dollars hat!!! ich muss allerdings ... RoyalWithCheese am 21.02.2008 02:39
Zitat: Zitat von RoyalWithCheese denn über dem großen teich hat der die besten chancen eine wahl zu gewinnen, der auch ne menge dollars hat!!! MOEP! Falsch, auch wenn oft der eindruck entsteht (und von den medien geschürt wird) das meist der kandidat mit dem meisten geld gewinnt, ist eigentlich das genaue gegenteil der fall: Es bekommt der aussichtsreichtse kandidat das meiste geld und das was ... c3p am 21.02.2008 10:56
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