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29. März 2008
Kuba Mobiltelefone werden erstmals erlaubtStaats- und Ministerpräsident Raúl Castro kündigte Reformen im Bereich der landeseigenen Telekommunikation an. Den Kubanern wird zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes erlaubt sein, uneingeschränkten Zugriff auf Mobilfunkgeräte zu erhalten. In einem Statement der Zeitung Granma kündigte er an, die staatliche Telefongesellschaft ETECSA wird schon in den nächsten Tagen damit beginnen, Serviceangebote für Kubaner anzubieten. Allerdings wurden diese von Anfang an auf die sehr wohlhabende Minderheit der Bevölkerung beschränkt. Einige wenige Personen benutzen bereits Handys, sie haben diese von Touristen oder ausländischen Gastarbeitern erhalten. In Lateinamerika ist Kuba das Land mit den wenigsten Handys pro Einwohner. Laut den Ankündigungen des neuen Präsidenten werden die Reichen unter den Einwohnern PrePaid-Karten bei der ETECSA kaufen können. Allerdings müssen diese in ausländischer Währung bezahlt werden, was die Anzahl der möglichen Nutzer sehr stark einschränken wird. Die so erzielten Einnahmen will man in die Modernisierung des landeseigenen Telekommunikationsnetzes stecken, so die staatliche Telefongesellschaft. Stellt sich natürlich die Frage, in welchem Umfang diese Gespräche per Handy von den Behörden des Landes kontrolliert und abgehört werden. Ein ausführlicher Bericht über den Netz-Untergrund in Kuba und wie man dort mit höchst einfallsreichen Mitteln trotz der Sperre ins Web kommt und bloggt, findet sich hier. (Via BBC News, The Register) Verwandte News
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