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07. April 2006
Kopierschutzchaos Starforce und SunnComm sind inkompatibelEin DRM-System allein kann bereits den Rechner beschädigen, ausbremsen oder Sicherheitslücken aufreißen, prallen zwei Kopierschutz-Techniken auf einem System auseinander, wird das Chaos noch größer: SunnComm und Starforce zeigen, wohin der Kopierschutzwahn führt, wenn man die Hersteller gewähren läßt. Immerhin soll sich der kommende Starforce-Kopierschutz Frontline 4 automatisch deinstallieren lassen, und auch SunnComm hat angekündigt, künftige Versionen ihres MediaMax-DRM für Audio-Un-CDs zu entschärfen: keine Spyware und keine Rootkits will man mehr verbreiten. Schön und gut, doch dass Zocker gelegentlich auch CDs am Rechner hören oder Musikhörer bisweilen ein Starforce-geschütztes Spiel installieren wollen, hatten die beiden Firmen bisher offenbar noch nicht im Detail bedacht. Man arbeite inzwischen aber an einer gemeinsamen Lösung. Spätestens mit Frontline 4.5 sollen die Inkompatibilitäten der Vergangenheit angehören. Patches für frühere Starforce-Versionen würden gemeinsam mit der 4.5 erscheinen. Bis dahin raten die Starforce-Hersteller zur Deinstallation der Starforce-Software, wenn man eine SunnComm-verseuchte Un-CD auf dem Rechner abspielen möchte. Sich die Un-CD einfach zu rippen und anschließend malwarefreie MP3-Files direkt vom Rechner abzuspielen ist in Deutschland verboten. Das Umgehen von Kopierschutztechnik ist nicht gestattet. Es bleibt immerhin die Hoffnung, dass Vorfälle wie dieser zum Umdenken bei den Verbrauchern führen - unabsichtlich mangelhafter Code ist schon ärgerlich genug, zusätzliche, überflüssigerweise und absichtlich verbreitete inkompatible Restriktionssysteme braucht kein Mensch. Dass DRM-verseuchte Ware minderwertig ist, hat die Industrie ja bereits eingestanden, dem Kunden ist es seit den Rootkit-Debakeln um CD-Kopierschutz und dem Ärger mit Starforce-Software ebenfalls bekannt. Einig scheint man sich demnach zu sein. Warum ist die Technik eigentlich immer noch am Markt? Verwandte News
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